Klein Thurow : 285 000 Euro für Straßen-Sanierung

Tiefe Löcher klaffen in der Gemeindestraße nach Klein Thurow, an vielen Stellen wirft der Asphalt Wellen. Bereits im Sommer soll sich dies mit der neuen Straße geändert haben.  Fotos: maxine herder
Tiefe Löcher klaffen in der Gemeindestraße nach Klein Thurow, an vielen Stellen wirft der Asphalt Wellen. Bereits im Sommer soll sich dies mit der neuen Straße geändert haben. Fotos: maxine herder

Die einzige asphaltierte Zuwegung nach Klein Thurow wird in Stand gesetzt. Die Finanzierung erfolgt über Fördermittel und die Gemeinde Roggendorf

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21. Februar 2014, 00:00 Uhr

Am Ende sind die Kosten doch noch einmal höher ausgefallen als ursprünglich kalkuliert: 285 000 Euro wird die Sanierung der Straße nach Klein Thurow voraussichtlich kosten. 93 000 Euro davon wird die Gemeinde Roggendorf als Eigenanteil tragen, der Rest wird über Fördermittel des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt finanziert. Bereits im Dezember hatte Bürgermeister Rico Greger den Fördermittelbescheid dafür erhalten (wir berichteten). „Das war wirklich wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, macht Greger deutlich - für die Gemeinde im Allgemeinen und die 36 Einwohner von Klein Thurow im Besonderen. In dieser Woche nun hat die Gemeindevertretung die Baumaßnahme zwischen der Bundesstraße und dem Ortseingang einstimmig beschlossen.

„Gerade bei derartigen infrastrukturellen Maßnahmen - und bei der Möglichkeit einer Förderung - muss man zuschlagen“, sagt Bürgermeister Greger. Insbesondere, da der Zustand der Gemeindestraße prekär ist: Der Asphalt wirft Wellen, ist an vielen Stellen geflickt und wieder aufgeplatzt, in den Löchern sammelt sich das Wasser. Kurzum: Die einzige asphaltierte Zuwegung nach und von Klein Thurow ist eine Buckelpiste, die bereits seit mehr als zehn Jahren auf der politischen Agenda steht. „Das war schon Thema bevor ich Bürgermeister wurde“, sagt Rico Greger. Umso erfreulicher sei es, dass sich die Maßnahme nun im Zuge des Bodenordnungsverfahrens im ländlichen Wegebau realisieren lasse – auch wenn dies einen enormen finanziellen Kraftakt für die Gemeinde Roggendorf mit ihren rund 1000 Einwohnern bedeutet: Grundvoraussetzung für das Fließen der Fördermittel ist eine Vorfinanzierung der Gesamtkosten durch die Gemeinde. „Für so etwas haben wir - wie alle andere kleine Gemeinden auch - keine Rücklagen, um ein Darlehen kommen wir nicht umhin“, so Greger. Nach der Fertigstellung der Straße erfolge die Auszahlung der Fördermittel, den Eigenanteil wird die Gemeinde voraussichtlich über zehn Jahre finanzieren.

Für die Sanierung der Gemeindestraße, die gemäß der Förderbedingungen des ländlichen Wegebaus künftig 3,50 Meter breit sein wird, erfolgt nun die Ausschreibung. „Dann muss die Teilnehmer-Gesellschaft im Bodenordnungsverfahren die Auftragsvergabe beschließen“, so Greger. Noch im Frühjahr rechne er mit dem Baubeginn, vor der Ernte soll alles fertig sein. Die vorbereitenden Arbeiten - unter anderem das Schneiden der Hecken für die notwendige Baufreiheit - sind bereits erfolgt.

Einziger Wermutstropfen: in Klein Thurow selbst, wo auch die Dorfstraße nur etwa bis zur Hälfte asphaltiert und in schlechtem Zustand ist, kann die Sanierung nicht fortgesetzt werden. „Das“, sagt Bürgermeister Rico Greger, „wäre dann wieder ein anderer Fördertopf, nämlich der der Dorferneuerung, und der ist leer.“

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