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LKW-Fahrer fälscht Fahrtenschreiber : 28 Stunden gefahren, Pause in der Zelle

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Es war ein Unfall, der für den Fahrer eines Lkw weit reichende Folgen haben sollte: Am Montag gegen 23.40 Uhr kam der Lastkraftwagen des 39-jährigen Polen bei Roduchelstorf auf der Landesstraße 02 von der Fahrbahn ab.

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erstellt am 27.Feb.2012 | 01:55 Uhr

Wismar | Es war ein Unfall, der für den Fahrer eines Lkw weit reichende Folgen haben sollte: Am Montag gegen 23.40 Uhr kam der Lastkraftwagen des 39-jährigen Polen bei Roduchelstorf auf der Landesstraße 02 von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Schutzplanke. Aus dem beschädigten Tank lief Kraftstoff aus. Ein geplatzter Reifen an der Zugmaschine, so sagte es der Fahrer der Polizei, sei der Grund für diesen Unfall gewesen (wir berichteten). Doch von dieser Aussage ist die Polizei nicht überzeugt. Vielmehr bringt die Polizei diesen Unfall in Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Fahrer seit 28 Stunden ohne Pause unterwegs war. "Sekundenschlaf könnte für diesen Unfall auch der Grund gewesen sein", so André Falke von der Polizeiinspektion Wismar im Polizeigespräch mit dieser Zeitung.

Zwei analoge Fahrtenschreiber mit unterschiedlichen Unterschriften jedoch gleichem Schriftbild - das hatte die Beamten stutzig gemacht. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Lkw-Fahrer die Fahrtenschreiber gefälscht hat. "Daraufhin wurde er in Gewahrsam genommen und eine Sicherheitsleistung von 1000 Euro gefordert", so Falke. Mittlerweile wurden die 1000 Euro Sicherheitsleistung gezahlt und der Pole ist wieder auf freiem Fuß. Doch rechtliche Schritte werden, so Falke, folgen, denn es wird unter anderem ermittelt wegen Überschreitung der Lenkzeit und Urkundenfälschung.

Ein Lastkraftwagen spielte in dieser Woche auch in einem anderen Fall eine Rolle. Allerdings kam es dort nicht zu einem Unfall, obwohl durchaus einer hätte passieren können. Der 50-jährige Fahrer aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg hatte immerhin 2,02 Promille im Blut. Dies stellten Beamte im Rahmen einer Verkehrskontrolle am Dienstag auf der Landesstraße 02 zwischen Neschow und Carlow fest.

Ebenfalls am vergangenen Dienstag endete für einen 23-jährigen Mann aus dem Landkreis die Autofahrt im Graben. Der Mann war auf der Landesstraße 01 auf dem Weg von Schlagbrügge in Richtung Schönberg, als er mit dem Wagen von der Fahrbahn abkam, sich dabei leicht verletzte und in die Klinik nach Lübeck gebracht wurde. Der Mann gab an, dass er einem Reh ausgewichen sei. Der Sachschaden am Auto beträgt nach Polizeiangaben rund 6000 Euro.

Einen Schaden meldete auch ein 27-jähriger Besitzer eines Gartenhauses in der Gartenanlage Mittelkrug in Rehna. Anfang der Woche wurde dort eingebrochen und hochwertiges Werkzeug wie Kettensäge oder Schlagbohrer gestohlen. Der Gesamtschaden wird auf rund 1400 Euro geschätzt.

Nicht auf Werkzeug, dafür auf Urlaubseindrücke bildlicher Natur muss ein Mann aus Neuendorf verzichten. Der Mann kam aus dem sonnigen Spanien, landete am Flughafen Hamburg und stellte später fest, dass das Reisegepäck nicht mehr vollständig war, denn seine Videokamera und sein Fotoapparat fehlten. Anzeige erstattete der Mann dann im Polizeirevier Gadebusch.

Zu tun hatte die Polizei zu Beginn der Woche zudem noch mit Glätteunfällen. Gleich drei wurden im Bereich der Polizeiinspektion Wismar gemeldet. Glätteunfälle - die werden aufgrund der gestiegenen Temperaturen die Beamten in den kommenden Tagen aber wohl nicht mehr beschäftigen.

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