Gadebusch : 250 Reformationstaler und vieles mehr zum Lutherjahr

Nordkirchen-Präses Tietze mit der Neuprägung des Reformationstalers an der Plastik des Münzschlägers.
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Nordkirchen-Präses Tietze mit der Neuprägung des Reformationstalers an der Plastik des Münzschlägers.

Förderverein informierte Präses der Nordkirche über Aktivitäten zum Reformations-Jubiläum kommendes Jahr

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17. August 2016, 21:08 Uhr

Bereits ab September soll er zu haben sein – der Reformationstaler. 200 versilberte Exemplare und 50 Münzen aus reinem Silber hat die Münze Wismar im Auftrag des Fördervereins der Gadebuscher Kirche neu geprägt. „Das Original stammt aus dem Jahr 1549 und wurde aufgrund des Herausgebers Herzog Johann Albrecht I. und der Inschrift als klares Bekenntnis zur Reformation gesehen“, sagt Dr. Gerhard Schotte vom Vorstand des Fördervereins.

Den neu geprägten Taler vorzustellen und um über weitere Aktionen zum Lutherjahr 2017 in der Münzstadt zu berichten, hatten sich die Vereinsmitglieder den Präses der Synode, Dr. Andreas Tietze, eingeladen. Der kam auch gestern Mittag und zeigte sich sehr an den Aktivitäten des Fördervereins interessiert. „Meine Aufgabe innerhalb der Synode ist es vor allem, mich über das ehrenamtliche Engagement innerhalb der Kirche zu informieren“, so Tietze.

In diesem Punkt hat der Förderverein um den Vorsitzenden Reiner Sterzik gerade zum 500. Jubiläum des Thesenanschlags Luthers im kommenden Jahr einiges zu bieten. „Neben dem neu geprägten Taler wird es 2017 eine Ausstellung in der Kirche geben. Weiter werden überall in der Stadt Stelen aufgestellt, die an die Mittelalterzeit in Gadebusch erinnern sollen, das Gymnasium will ein Theaterstück inszenieren und aufführen und wir werden das älteste Klassenzimmer der Stadt auferstehen lassen“, umreißt Gerhard Schotte die Vorhaben. Das älteste Klassenzimmer existierte bereits 1554 und war ein Raum in der Kirche von Gadebusch. „Mit diesen vielen verschiedenen Angeboten ist Gadebusch ganz vorn, was die Aktionen zum Lutherjahr in Mecklenburg betreffen“, zeigt sich Präses Tietze schwer beeindruckt. „Das ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt, ohne deren Mittun wäre das nicht zu schaffen“, erklärt Schotte. Auch bei der Prägung des Reformationstalers gab es laut Schotte Unterstützung, die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest habe die Finanzierung übernommen. „Der Erlös aus dem Verkauf der insgesamt 250 Münzen kommt in vollem Umfang dem Förderverein zugute“, so das Vorstandsmitglied.

Übrigens soll der Bischof der Nordkirche, Dr. Andreas von Maltzahn, bestimmt haben, dass diese Münze auch in purem Silber geprägt wird. Der Förderverein scheute das Risiko, ob des Preises darauf sitzen zu bleiben. Mittlerweile soll die Nachfrage nach dem Taler aber schon recht hoch sein. Verkauft werden soll der Taler aus purem Silber für voraussichtlich 70 Euro, der versilberte für 20 Euro.

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