Hansestadt in Blau-Gelb : 20. Schwedenfest in Wismar feierlich eröffnet

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Ein Heerlager fast wie in Zeiten des 30-jährigen Krieges, Trommelwirbel und Kanonendonner - das ist das Schwedenfest in Wismar. Es erinnert an die einstige Zugehörigkeit Wismars zu dem Königreich im Norden.

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16. August 2019, 17:54 Uhr

Am Freitag ist auf dem historischen Marktplatz das nunmehr 20. Schwedenfest feierlich eröffnet worden. Damit erinnert die Hansestadt an die 155 Jahre währende Zugehörigkeit zu Schweden (1648-1803) in Folge des 30-jährigen Krieges. Die Veranstalter erwarten erneut etwa 100.000 Besucher, die sich laut Prognose aber auf wechselhaftes Wetter einstellen müssen.

Starke Verbindung zu Schweden

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) würdigte zum Auftakt die gutnachbarschaftlichen Beziehungen. "Wir haben gemeinsame Werte und können voneinander lernen. Unsere Verbindung mit Schweden ist stark. Unsere Freundschaft ist lebendig. Wir wollen, dass das so bleibt", sagte die Regierungschefin im Beisein des schwedischen Botschafters Per Thöresson.

Nach den Worten Schwesigs reiht sich das Schwedenfest ein in die Reihe der größten Volksfeste im Land. "Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur das Land von Meer und Seen und Natur. Es ist auch ein Land der Feste, gerade im Sommer. Dabei zeigen sich unsere Städte und Dörfer von ihrer besten Seite: bunt, gastfreundlich, weltoffen", betonte sie. Solche Anlässe brächten Menschen zusammen und stärkten den sozialen Zusammenhalt. "Das ist wichtig für unser Land."

 

Ein reichhaltiges Programm bis Sonntag

Schon seit Donnerstag hatte buntes Markttreiben in der Altstadt und Musik auf der Bühne am Rathaus das Geschehen bestimmt. Das Schwedenfest bietet bis Sonntagabend ein reichhaltiges Programm. Besondere Anziehungskraft entfalten seit Jahren immer wieder das historische Feldlager und die Schlachtdarstellungen mit schwedischen Karolinertruppen.

Im Rahmen des Festes veranstaltete die Industrie- und Handelskammer Schwerin im Technologie- und Gewerbezentrum Wismar einen schwedisch-deutschen Erfahrungsaustausch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem fand eine Kinder- und Jugendkonferenz mit Teilnehmern aus beiden Ländern statt, bei der über Kinderrechte und Beteiligungsmöglichkeiten debattiert wurde. Diese Veranstaltungen seien Beispiele der guten Zusammenarbeit, betonte Schwesig.

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