zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 06:31 Uhr

Radwegenetz : 175 000 Euro für einen Kilometer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Radwegebau im Landkreis Nordwestmecklenburg. Fünf Teilabschnitte von Radwegen sollen in diesem Jahr noch umgesetzt werden

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2015 | 00:01 Uhr

Mit dem Fahrrad von der Landeshauptstadt bis an die Ostsee – ein Traum? Das Straßenbauamt Schwerin, auch zuständig für das Radwegenetz im Landkreis Nordwestmecklenburg, ist dabei, eben diesen Traum zu verwirklichen.

Noch im diesen Jahr sollen fünf Projekte umgesetzt werden. Der Radwegebau von Roduchelstorf nach Löwitz läuft bereits (wir berichteten). Der Radweg an der B 104 vom Ortsausgang Gadebusch nach Kaeselow soll im zweiten Quartal diesen Jahres ausgeschrieben werden. Der Baubeginn ist dann für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant. Auch die Strecke von Renzow bis zum Badower Landweg soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden, sagt Wilfried Schubert, Dezernent für Planung, Bauausführung und Umweltschutz vom Straßenbauamt Schwerin. Außerdem wird der Radweg auf der B 208 von Bobitz nach Beidendorf angegangen sowie der Teilabschnitt des Radweges von der Bushaltestelle in Hohen Schönberg bis Klein Pravtshagen umgesetzt. Bezüglich des Lückenschlusses von Nesow-Dorf bis Meetzen laufen derzeit die Abstimmungsgespräche, so Schubert. Noch sei der Grundstückserwerb nicht geklärt.

Einen Kilometer Radweg zu bauen ist ein teures Vorhaben: „Im Landesdurchschnitt kostet ein Kilometer etwa 175  000 Euro“, so Schubert. Die genaue Summe hinge allerdings von verschiedenen Faktoren ab, die je nach Bauabschnitt variieren könnten. Dazu gehört u.a. die Bodenbeschaffenheit. Die örtlichen Gegebenheiten in ihrer Gesamtheit müssten betrachtet werden, so Schubert. Das schließe neben der Eigentümerfrage der betreffenden Abschnitte auch verkehrstechnische und ökologische Belange sowie die aktuelle Bebauung mit ein.

2,50 Meter ist ein Radweg breit, daran schließen sich noch mit jeweils einem halben Meter die Banketten an. Zudem muss eine Entwässerungseinrichtung gebaut werden. Die Planung von Radwegen läuft in Abstimmung mit dem zuständigen Landkreis sowie den Gemeinden vor Ort. Wenn es gut voran ginge und sich keine Widrigkeiten beim Bau ergeben würden, vergingen vom Baubeginn bis zur Fertigstellung von einem Kilometer Radweg etwa drei Monate, so die Informationen des Straßenbauamtes. Doch je nach Umständen könne es auch länger dauern.

Wenn Radwege neu gebaut werden sollen, kosten vor allem die Klärung der Eigentumsverhältnisse und die Verhandlung mit den Eigentümern der entsprechenden Flächen viel Zeit. Vom Straßenbauamt muss die Bauerlaubnis für die dauerhaften sowie temporär genutzten Flächen eingeholt werden. Die temporäre Nutzung bezieht sich auf die Zeit des Baus und beinhaltet die Erlaubnis, dass Maschinen die Zufahrtswege zur Baustelle nutzen dürfen. Die Radwege unterliegen der Unterhaltspflicht des Straßenbauamtes. Dieses trägt auch die Kosten für den Winterdienst und die Instandsetzung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen