Gadebusch : 16 Jahre junges THW

Bodo Päpke zeigt Ina-Marie und Philipp wie das Atemschutzgeräte richtig angelegt wird.  Fotos: mano
1 von 3
Bodo Päpke zeigt Ina-Marie und Philipp wie das Atemschutzgeräte richtig angelegt wird. Fotos: mano

Das Technische Hilfswerk in Gadebusch feiert den Geburtstag seiner Jugendabteilung

von
09. August 2015, 23:32 Uhr

Den 15. Geburtstag haben sie glatt vergessen zu feiern, gesteht Bodo Päpke. Im vergangenen Jahr ist die Jugendabteilung des Technischen Hilfswerks in Gadebusch 15 Jahre alt geworden. Doch zwischen all den Terminen sei das irgendwie untergegangen, sagt Päpke. Macht ja nichts. In diesem Jahr wurde deswegen nun „15+1“ gefeiert. Macht 16 und ist ja auch eine schöne Zahl.

Am Sonnabend haben die jungen THW-Helfer Besucher auf den Hof in der Ratzeburger Chaussee eingeladen und gezeigt, was sie so können. Der Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz.

Bodo Päpke betreut den Nachwuchs seit elf Jahren. Als die Wehr des Feuerwehrmanns aufgelöst wird, wechselte er zum THW. Zwölf Kindern und Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren zeigt er zurzeit , wie Holz und Metall bearbeitet werden, was bei der Ersten Hilfe wichtig ist. Die Junghelfer können im Laufe der Zeit verschiedene Leistungsspange erwerben.

Jeden zweiten Sonnabend im Monat findet die Ausbildung statt. Doch dazwischen stehen allerlei Termine an. Vom 11. bis zum 13. September treffen sich die Jugendgruppen der THW Ortsverbände aus dem ganzen Land in Stralsund und suchen ihre besten. Die wiederum dürfen dann zum Bundeswettbewerb im nächsten Jahr nach Neumünster fahren. Da würden sie auch gerne hin, sagt Päpke. Auch im September gehts in ein Forstlandheim bei Malchin. Für die Ausbildung mit Holz passt das sehr gut, sagt Päpke. „Dann haben wir noch Lager und Treffen mit anderen Ortsverbänden.“ Viel zu tun und da sei der Geburtstag im vergangenen Jahr verschlafen worden.

Wer mitmachen will, ist bei den Gadebuschern THW-Helfern herzlich willkommen. „Wir freuen uns über noch mehr Junghelfer“, sagt Päpke. Zu Spitzzeiten hat er rund 20 Jugendliche ausgebildet. „Am besten funktioniert Mundpropaganda“, erzählt er. Einer der Junghelfer erzählt seinen Freunden vom THW und die kommen dann mal am Tag der offenen Tür vorbei. Manch einer bleibt gleich.

Jan Luca war mal mit dem Kindergarten hier, erzählt der 14-Jährige. Dieser Besuch hat so viel Eindruck hinterlassen, dass er wiederkam, als er endlich zehn Jahre alt war. Bodo Päpke lacht, als er das hört. So kann es auch gehen.

Wenn die Junghelfer volljährig werden, können sie die Grundausbildung absolvieren und schließlich zu den Erwachsenen wechseln.

Der Gadebuscher Ortsverein hat sich auf Holz spezialisiert. Genauer gesagt auf ein Abstützsystem, mit dem beispielsweise vom Einsturz gefährdete Häuser gesichert werden können. Damit waren sie zuletzt nach dem schweren Tornado in Bützow im Einsatz. Auch im Juni beim Brand der Recyclinganlage in Neu Degtow nahe Grevesmühlen waren die Gadebuscher mit ihrer Lichttechnik dabei. „Das Einsatzgebiet ist abwechslungsreich“, sagt Bodo Päpke.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen