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Landkreis NWM : 11 000 Autos rasen in Blitzerfallen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen in 2014. Seit einem halben Jahr stehen die neuen Anlagen im Landkreis.

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Wer die Strecke regelmäßig fährt, der kennt den Blitzer in Lützow. Seit dem vergangenen Sommer blitzt er jedoch nicht wie früher nur auf einer Spur, sondern auch die Geschwindigkeitsübertretungen auf der Gegenseite. Möglich macht dies eine neue Messtechnik, die nicht mehr sensorgebunden, sondern laserbasiert ist.

Vor nunmehr einem halben Jahr sind diese neuen Blitzer im Landkreis NWM in Betrieb genommen worden. Die SVZ zieht jetzt eine Bilanz. Insgesamt fünf stationäre Messplätze sind im Landkreis NWM vorhanden: An der B 105 bei Mallentin, der B 104 in Lützow, der bei B 106 Lübstorf, der B 106 beim Abzweig Trebbow und an der Straße bei Rolofshagen. „Sie befinden sich vorwiegend aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens auf Bundesstraßen und bieten Ortschaften einen dauerhaften Schutz vor Unfallgefahren“, sagt Petra Rappen, Pressesprecherin des Landkreises.

Die Einnahmen die der Landkreis durch Bußgeldbescheide in 2014 zu verbuchen hatte, beliefen sich, laut Angaben des Landkreises, auf etwa zwei Millionen Euro. Diese Zahl berücksichtigt stationäre sowie mobile Blitzer. Die Einnahmen fließen in den Gesamthaushalt des Landkreises ein. „Diese Summe ist allerdings differenziert zu betrachten, denn es schlagen natürlich Ausgaben für den Landkreis zu Buche wie zum Beispiel zirka 300  000 Euro für die Anmietung der Geräte und die Begleitung durch einen externen Dienstleister sowie weitere Ausgaben für die Sach- und Personalkosten der Mitarbeiter in der Bußgeldstelle in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro“, erklärt die Sprecherin des Landkreises.

Im Jahr 2013 wurden im Zeitraum von August bis Dezember im Landkreis bei 1  600  000 Fahrzeugen die Geschwindigkeit gemessen, 6000 Überschreitungen wurden verzeichnet. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 1  200  000 Fahrzeuge der Geschwindigkeitsprüfung unterzogen worden. 11  000 von diesen wurden geblitzt. Die Auswertung für den Dezember 2014 war zum Zeitpunkt unserer Recherche noch nicht vollständig abgeschlossen. Die vorläufige Auswertung hat jedoch ergeben, dass auf die Standorte Mallentin und Lützow aufgrund der neuen Blitzeranlagen etwa 5000 Überschreitungen mehr entfielen.

Und wie sieht es mit neuen Blitzern in Nordwestmecklenburg aus? Die Unfallkommission des Landkreises berät regelmäßig über sogenannte Unfallhäufungsstellen und im Zuge dessen werden neue Standorte für Blitzer geprüft. Doch derzeit sei kein neuer Standort in Planung, sagt Petra Rappen.

Die alten sind jedoch manchmal nicht einsatzbereit: Immer wieder machen sich Unbekannte an den Blitzern zu schaffen, besprühen oder demolieren sie. Im vergangenen Jahr wurden drei der fünf stationären Anlagen im Landkreis beschädigt. Im Jahr 2013 waren es nur zwei.

 

Kommentar von Katharina Roese

Zu Recht geblitzt
Schon wieder geblitzt! Viele ärgern sich über die Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis. Ich nicht. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man ein Bußgeld zahlen muss, weil man zu schnell unterwegs war. Aber es gibt drei gute Gründe warum ich Blitzer befürworte. Grund 1:   Die vorgegebene Geschwindigkeit haben sich keine Leute ausgedacht, die die Bürger ärgern wollen, sondern sie ist der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer geschuldet. Grund 2: Wäre ich ein Anwohner an einer viel befahrenen Straßen, würde es mich sehr stören, wenn ständig Autos vorbeibrettern würden. Grund 3: Den Fußgängern, die  am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer,  gibt die angepasste Geschwindigkeit Sicherheit.

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