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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 00:34 Uhr

Rehna : 100000 Euro für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Amtierender Landrat Rappen übergibt Fördermittelbescheid für Anschaffung eines Drehleiter-Fahrzeugs an Feuerwehr

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 00:00 Uhr

Es ist ein Horrorszenario: Ein Brand im vierten Stock eines Wohnhauses und die Feuerwehr kann die eingeschlossenen Menschen nur über einfache Leitern retten – weil sie nicht über ein Fahrzeug mit Drehleiter verfügt. Und weil sie erst auf die Drehleitern der Nachbargemeinden warten muss. Es ist ein Szenario, das auch Henry Wanzenberg, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Rehna, Sorgen macht.

Seit Jahren kämpft er um Fördermittel für die Anschaffung eines Drehleiter-Fahrzeugs für seine Wehr. So weit wie jetzt, sagt er, waren sie dabei noch nie: Am Freitagabend hat der amtierende Landrat Gerhard Rappen einen Fördermittelbescheid des Landkreises über 100 000 Euro für die Anschaffung einer Drehleiter an den Rehnaer Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und Henry Wanzenberg übergeben. „Weitere 100 000 Euro kommen von der Stadt. Sie hat uns, wie das Amt, in diesem Anliegen von Anfang an unterstützt“, so Henry Wanzenberg. Die noch fehlenden 100 000 Euro – rund 300 000 Euro sind für eine gebrauchte, generalüberholte Drehleiter kalkuliert – sollen vom Land kommen. „Das Land bearbeitet den Antrag erst, wenn die Zustimmung des Landkreises vorliegt. Das ist jetzt erfolgt und die Unterlagen liegen nun beim Land vor“, so der Wehrführer. Natürlich, sagt er, sei der Ausgang offen, „aber nach der Bewilligung des Landkreises, die ausgiebig begründet wurde, hoffen wir, dass auch das Land zustimmt.“
Henry Wanzenberg hat gute Argumente, warum auch seine Wehr – neben denen in Schönberg und Gadebusch – eine Drehleiter benötigt: Unter anderem das Neubaugebiet mit seinen mehrstöckigen Gebäuden, zwei Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheim und die Klinik in Vitense fallen in den Zuständigkeitsbereich der Rehnaer Brandschützer.

Bisher werden jene Wehren, die über eine Drehleiter verfügen, im Ernstfall von der Leitstelle mit alarmiert. „Damit sind wir immer auf andere Feuerwehren angewiesen“, sagt Wanzenberg.

Und nicht nur das: Mit den weiten Wegen sei es schwer, die Rettungszeiten einzuhalten. „Wir haben nach dem Ausbruch eines Brandes 17 Minuten Zeit, zu retten und zu reanimieren“, so Wanzenberg. Ab Minute 18 ist laut einem Sollwert der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren mit der Durchzündung des Feuers zu rechnen. „Bei dem Fehlalarm, den wir kürzlich im Deutschen Haus hatten, war die Drehleiter nach 18 Minuten vor Ort, grundsätzlich rechnen wir mit einer Einsatzbereitschaft nach 20 bis 25 Minuten“, macht Wanzenberg deutlich.

„In den vergangenen Jahren wurde vor allem die Frage gestellt, ob eine eigene Drehleiter für die Rehnaer Feuerwehr erforderlich ist“, erklärt Gerhard Rappen, amtierender Landrat. Mittlerweile jedoch werde die Notwendigkeit auf allen Ebenen gesehen, die Zustimmung des Landkreises sei in enger Abstimmung mit dem Kreisfeuerwehrverband erteilt worden.

„Für uns ist damit ein Tag gekommen, auf den wir lange gewartet haben und woran wir in den vergangenen drei Jahren verstärkt gearbeitet haben“, so Bürgermeister Oldenburg. „Die Bürger in Rehna und der Umgebung können nun ruhiger schlafen.“ Um ihren Anteil an der Drittellösung zu zahlen, wird die Stadt Rehna kurzfristig einen Kredit aufnehmen, der dann über den Verkauf von Grundstücken abgelöst werden soll.

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