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Sanierung der Kindertagesstätte : 1,2 Millionen Euro für Kita Lützow

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Landkreis fördert Sanierung des Spatzennestes mit 500 000 Euro / Kinder weichen für acht Monate ins Theodor-Körner-Haus aus

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2015 | 23:18 Uhr

Die Spatzen müssen demnächst ihr Nest räumen und umziehen. Die Kindertagesstätte Lützow hat ab August eine neue Adresse: das Theodor-Körner-Haus. Für acht Monate spielen, schlafen und essen die 60 Kinder im Gemeindehaus, denn bei ihnen wird umgebaut.

1,2 Millionen Euro investiert die Gemeinde in die Sanierung der Kindertagesstätte Spatzennest. Geplant war die Investition für dieses Jahr eigentlich nicht, sagt Uta Voß von der Bauverwaltung des Amtes. Dann flatterte unerwartet ein Förderbescheid des Landkreises über 500 000 Euro in den Briefkasten der Gemeinde und nun beginnen die Arbeiten ein Jahr früher als geplant. Deshalb wurden nun kurzfristig bereits gebuchte Veranstaltungen im Körnerhaus abgesagt, die Gemeindevertretung befragt und die Eltern der Kinder informiert.

Doch bevor es im Spatzennest losgeht, muss erst einmal das Theodor-Körner-Haus hergerichtet werden. Der große Saal wird mit Trockenbau in einzelne Gruppenräume aufgeteilt. Die Damentoilette wird für den Kindergarten umgebaut und in der Herrentoilette weichen die Pissoirs kleinen Waschbecken und Toiletten für die Krippe. Alles sei aber provisorisch, sagt Uta Voß und soll anschließend zurückgebaut werden. Die Essenräume für Hort und Schule werden verlegt. In der nächsten Woche treffen sich die Bauarbeiter und Kitaleiterin Heike Waldschmidt, um abzusprechen, wie die Übergangslösung am besten umgesetzt wird.

Im Spatzennest bleibt einzig die Küche zurück. Sie zieht in den Teil, der bislang noch vom Sportverein genutzt wird und kocht weiter für Schule, Kindergarten und Krippe. Sonst heißt es einmal alles raus: Das Haus bekommt ein neues Dach, neue Fenster und wird energetisch saniert. Eigentlich bleibt nur die Außenhülle stehen, sagt Uta Voß . Denn im Inneren weichen Wände und werden Räume verlegt.

Als Alternative zum Körnerhaus war kurzzeitig der alte Hort im Gespräch. Vor zwei Jahren wurde der stillgelegt. Doch das Jugendamt verwarf diese Idee. Für die acht Monate des Umbaus hätten auch Container aufgestellt werden können. Zu teuer, sagt Uta Voß. Rund 160  000 Euro hätte das gekostet. Die jetzige Lösung kostet 62  000 Euro und wird vom Träger der Kita, der Felicitas gGmbH, übernommen. Felicitas trägt auch die offenen 700  000 Euro für den Umbau. Die Gemeinde nimmt den Kredit auf und zahlt über die Miete der Kita die Raten ab. Im Mai 2016 packen die Spatzen dann wieder ihre Koffer und ziehen in ihr Nest.

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