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Lokales

23. November 2017 | 23:16 Uhr

Fußgängertunnel: Hülle ist komplett

vom

svz.de von
erstellt am 18.Mär.2011 | 08:23 Uhr

Warnemünde | Die Brücke über die Gleise und der Fußgängertunnel am Nordkreuz gehen im Herbst 2011 in Betrieb. Darüber informierte gestern Wilfried Eisenberg, Technischer Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), direkt auf der rund sechs Hektar großen Baustelle, auf der vor genau einem Jahr der erste offizielle Spatenstich erfolgte. Die RSAG ist von der Hansestadt Rostock mit der Umsetzung des 22 Millionen Euro teuren Projekts zum ÖPNV-Verknüpfungspunkt beauftragt worden. Wie Eisenberg sagt, ist bereits mehr als ein Drittel des Geldes verbaut. Ziel ist es, das gesamte Vorhaben bis zum Frühjahr 2012 und damit vor dem Beginn der Kreuzfahrtsaison abzuschließen. "Allerdings sind wir jetzt etwa drei Wochen im Rückstand", bekennt Eisenberg. Als Gründe nennt er den langen Winter, aber auch das späte Einklinken des Rostocker Wasserversorgers in diese umfangreiche Maßnahme. Dadurch seien zusätzliche Planungen erforderlich.

Bereits vor dem Winter konnte das Teilstück der Werftallee zwischen Groß Klein und dem Haupteingang zur Warnow-Werft wieder für den Straßenverkehr freigegeben werden. Auf 3,25 Meter Höhe über dem Meeresspiegel sind zwei Fahrbahnen und ein kombinierter Geh- und Radweg entstanden. Letzterer ist bereits jetzt, teils noch provisorisch bis Warnemünde durchgängig nutzbar. Wie Tief- und Hafenbauamtsleiter Heiko Tiburtius sagt, liegen die Planungen für das fehlende Stück vor. Die Ausschreibung soll im Frühjahr, die Realisierung Mitte des Jahres erfolgen.

Die Sturmflut-Schutzmaßnahme des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt wird entlang der Werftallee bis auf Höhe des Kreuzfahrtterminals fortgeführt. Um die dafür notwendige Höhe zu erreichen, wird in den nächsten Wochen entlang der Liegeplätze 8 und 9 eine Stützwand aus Beton errichtet. Nach der Kreuzfahrtsaison wird dann die neue Werftallee in diesem Bereich aufgebaut. Während der Maßnahme rollt der Straßenverkehr zwischen Bahnübergang und Mittelmole, sodass das Cruiser Terminal erreichbar ist.

Wie Catrin Dumrath informiert, wird voraussichtlich am Montag, 28. März, damit begonnen, den östlichen Teil der über die Gleise führenden Fußgängerbrücke abzubauen. Wie die zuständige Projektleiterin sagt, wird allerdings der Hauptteil der maroden Brücke noch bis zum Herbst als fußläufige Verbindung zwischen Lortzingstraße und Werftallee bestehen bleiben.

Die Baulöwen haben im Bereich der Brücke rangeklotzt, wo demnächst die Rampen aufgeschüttet werden. Die drei Mittelstützen für die Brücke sind in fünf Meter Höhe gut sichtbar. Östlich und westlich der Bahnanlagen werden die Widerlager und Stützen bis Ende April errichtet, sodass ab Mai die Brückenträger aufgelegt werden können. Der Bau der Straße sowie des Fuß- und des Radweges auf der Brücke wird folgen.

Auch der künftige Fußgängertunnel hat Gestalt angenommen. Die Außenhülle ist bereits fertig gestellt. Bauleiter Siegfried Nautsch spricht von einer ein Meter starken Bodenplatte und von 80 Zentimeter starken Seitenwänden. "Dieser Tunnel wird ähnlich wie jener in Lütten Klein", hilft Nautsch der Fantasie auf die Sprünge. Seine Kollegin Catrin Dumrath verweist darauf, dass die S-Bahnen bis zum Herbst in beiden Fahrtrichtungen weiterhin nur über ein Gleis rollen. Das andere Gleis in Richtung Warnemünde, die neue Fahrleitungs- und Signaltechnik sowie der S-Bahnsteig an der Werftallee werden bis November fertig gestellt. Bereits bis April erhält die Warnow-Werft ein neues Anschlussgleis, so dass ab Mai 2011 wieder Züge auf das Firmengelände rollen können.

Auch eine neue Buslinie ist im Gespräch: "Wir prüfen zurzeit, ob es künftig eine Verbindung von Groß Klein nach Warnemünde über die Werftallee geben wird", fügt Wilfried Eisenberg hinzu.

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