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Lokales

17. Oktober 2017 | 06:14 Uhr

Funkmasten werden aufgerüstet

vom

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2010 | 07:20 Uhr

Sternberg | Hoffnung für die Dörfer rund um Sternberg auf ein schnelleres Internet: Der Mobilfunkmast der T-Mobile am Rachower Moor soll nachgerüstet werden auf die neue Funktechnik LTE, sagt Bürgermeister Jochen Quandt.

LTE (Long Term Evolution) bedeutet Internet über Frequenzen, die bisher für Radio- und Fernsehsender reserviert waren. Mobilfunkunternehmen haben die Lizenzen ersteigert. Das Surfen soll laut Fachleuten in diesem Funknetz schneller möglich sein als mit heutigem DSL-Standard. Zuerst sollen laut Bundesnetzagentur Kommunen mit bis zu 5000 Einwohnern versorgt werden.

T-Mobile habe Investitionen am Rachower Moor noch in diesem Jahr angekündigt, sagt Quandt. Durch die Umrüstung sollen Dörfer im Umkreis von bis zu zehn Kilometern mit schnellem Internet versorgt werden. Damit würde die Breitbandversorgung bis nach Wamckow reichen. Allerdings will T-Mobile LTE erst einmal probeweise in Betrieb nehmen, um zu sehen, wie weit es wirklich reicht, wusste Quandt. Er hat dem Unternehmen mögliche Nutzer benannt, die diese neue Technik über Mobilfunk testen würden.

Mohammed Al Mashni vom Zweckverband E-Gorverment M-V warnt indes vor zu großen Erwartungen. Selbst wenn die Masten ausgerüstet sind, wird die Nutzung von LTE noch dadurch ausgebremst, dass es derzeit noch überhaupt keine Endgeräte für die Kunden gibt.

LTE ist die vierte Mobilfunkgeneration, erklärt Al Mashni. Mit ihr sind 30- bis 40-fache Bandbreiten als bisher über Funk möglich.

Allerdings ist fraglich, ob die hohen möglichen Geschwindigkeiten auf dem flachen Land überhaupt erreicht werden. Bei Gesprächen mit dem Zweckverband hat T-Mobile Datenraten von drei bis fünf Megabit angekündigt. Das liegt unter dem, was derzeit auch bereits über die dritte Mobilfunkgeneration, über UMTS, erreichbar ist, war aus dem Zweckverband zu erfahren. Vodafon hat zwar in unmittelbarer Nähe der Funktürme höhere Raten angekündigt, geht bei weit entfernten Anschlüssen aber ebenfalls nur von drei bis fünf Megabit aus. Ein Problem sei, dass die Netze, über die die jeweiligen einzelnen Funktürme angeschlossen sind, nur eine begrenzte Leistung haben und deren Aufrüstung mit enormen Kosten verbunden ist.

Für die Breitbandversorgung von Warin gibt es bisher immer noch keine konkrete Lösung, erklärte Al Mashni auf SVZ-Anfrage. Dieser Standort bringe der Zweckverband aber bei allen Gesprächen mit den Anbietern ins Gespräch. Er sei voller Zuversicht, so Al Mashni.

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