Für Plauer eine Herzenssache

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10. Dezember 2009, 06:45 Uhr

Plau am See | "Die Plauer lieben ihre Weihnachtsstraße", da ist sich Marieta Steinborn ganz sicher. Sie hat im Vorbereitungsteam den Hut auf. Der Termin steht bei vielen Einheimischen schon fest im Kalender. Am 12. Dezember, wird die Steinstaße in Plau am See von 11 bis 17 Uhr eine weihnachtliche Meile und zur 12. Plauer Weihnachtsstraße. Neben vielen Konzerten und Weihnachtsfeiern ist das ein Höhepunkt in der Seestadt.

Die Spendendosen in den Geschäften wurden in den letzten Wochen immer schwerer. Viele Plauer spendeten Geld für die Weihnachtsstraße. Davon werden unter anderem Künstler und Werbung bezahlt, sagt Marieta Steinborn. "Und von dem Geld, das wir einnehmen, finanzieren wir einen Teil der Weihnachtsbeleuchtung." Die Vorbereitungsgruppe besteht vor allem aus Geschäfts- und Privatleuten. Marieta Steinborn nennt sie "Freundeskreis Weihnachtsstraße". Vielen geht es wie ihr: "Es ist eine Herzenssache geworden." Es gibt so viele, die das Ereignis unterstützen. Aber schließlich gibt es auch noch einiges zu tun. Zum ersten Mal wird die ganze Steinstaße genutzt, bis runter zur Post. "In den ersten Jahren war nur das obere Ende der Straße mit Leben gefüllt. Die Weihnachtsstraße wird von Jahr zu Jahr besser angenommen. Das hat hier einfach Tradition."

In der Steinstraße angesiedelte Geschäftsleute gehen mit ihrem Sortiment vor die Tür. Dazwischen bauen andere Akteure ihre Stände auf: Schulklassen, gewerbliche Händler, Clubs und Vereine. Auch auf dem Burghofgelände gibt es einen weihnachtlichen Nachmittag. Museum und Burgturm sind geöffnet. Hier wird auch die Bühne stehen. Dort wird am Mittag der Weihnachtsmann erwartet - natürlich mit einem Sack voller Geschenke. Damit der auch wirklich voll wird, sind die Organisatoren auf Gewerbetreibende, Private und Vereine angewiesen, die für die Kinder kleine Präsente spenden. "Die Geschenke können im Schuhhaus Weisbrich abgegeben werden, am besten schon verpackt", rät Marieta Steinborn. Wie immer kommt der Weihnachtsmann mit der Pferdekutsche zur Bühne. Kutscher Fritz Randt ist nur einer von vielen, die Zeit und Muße in das Gelingen der Plauer Weihnachtsstraße investieren. "Die vielen Helfer kann man gar nicht alle nennen", so Marieta Steinborn. Einen großen Sponsor gibt es nicht, da sei es gut, dass Bürgermeister, Tourist Info und andere hinter der Aktion stehen. "Wir wollen den Plauern und Gästen einen attraktiven Tag bieten", sagt Marieta Steinborn. Sie findet, dass es auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken gar nicht nötig ist, in die größeren Städte zu fahren. Fündig würde man auch hier - verbunden mit der besinnlichen Atmosphäre einer vorweihnachtlichen Kleinstadt.

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