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Lokales

25. September 2017 | 15:32 Uhr

Für Hansa erstmals von zu Hause weg

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svz.de von
erstellt am 24.Jun.2010 | 10:15 Uhr

Rostock | Für die nächsten drei Jahre plant Fußball-Drittligist FC Hansa in der Innenverteidigung mit Michael Wiemann. Das passt schon rein optisch, denn der 23-Jährige sieht mit seinen hellen Haaren und dem kurzgeschorenen Nacken von Weitem so ähnlich aus wie sein Vorgänger Tim Sebastian (jetzt RB Leipzig). Nur dass der Neuzugang z. B. in der vorigen Saison in Ahlen ebenso auch hinten rechts wie als Sechser im Mittelfeld zum Einsatz kam.

Er freut sich auf Freundin Tanja (21) und Hündin Nala

Dieser vielseitig einsetzbare Typ spielte seit 2000, seit der C-Jugend, für Rot-Weiss Ahlen. Hier schaffte er 2006 direkt den Übergang vom Nachwuchs in die erste Männermannschaft. Nach zwei Jahren in der Regionalliga Nord (41/0) stiegen die Münsterländer als Meister in die 2. Bundesliga auf. Hier brachte es Wiemann in den vergangenen beiden Serien auf 50 Einsätze und einen Treffer. Am 27. November 2009 erzielte er beim 2:0 in Aachen das 1:0 (16.): "Nach einer Ecke setzte ich mich von Torwart Thorsten Stuckmann ab, der übrigens aus dem gleichen Ort stammt wie ich. Der Ball wurde so verlängert, dass ich nur noch den rechten Fuß reinhalten musste." Am Ende stieg Ahlen ebenso ab wie Rostock, was allerdings Michael Wiemanns für einen noch so jungen Mann beachtliche Bilanz nicht schmälert.

Der Westfale, vor RW Ahlen für die Beckumer Spielvereinigung 10/05 und SV Neubeckum 19 aktiv, blieb sein ganzes bisheriges Leben lang seiner Heimat treu. Jetzt auf einmal zieht es ihn erstmals von zu Hause weg. Warum? "Ich sah es als wichtig an, mich in einem komplett anderen Umfeld, bei einem neuen Verein zu beweisen, glaube, dass es für meine persönliche Entwicklung gut ist, woanders hinzugehen."

Zumal Michaels Freundin Tanja (21) gerade mit ihrer Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau fertig geworden ist. Sie und ihre gemeinsame Hündin ("Nala ist zweieinhalb, ein Jack-Russell-Dackel-Mix. Sie darf mit bei uns im großen Bett schlafen.") möchte er so schnell wie möglich bei sich haben.

Weiteres Hobby des Defensivmannes neben seiner kleinen "Familie": Er geht regelmäßig schwimmen, immer ein bis zwei Kilometer Brust.

Nach dem Fachabitur Wirtschaft leistete der Blondschopf in Gütersloh an einer Schule für geistig behinderte Kinder Zivildienst. Danach widmete er sich voll seinem Sport. Dementsprechend ist er bei seinem neuen Verein mit klaren Zielen angetreten: "Ich möchte Stammspieler werden, mich fußballerisch weiterentwickeln und langfristig den Wiederaufstieg schaffen. Spätestens in zwei Jahren sollte das passieren, denn Hansa Rostock gehört nicht in die 3. Liga, das steht mal fest."

Mutter Gabi, sein größter Fan, will öfter mal hochkommen

Zum Fußball mitgeschleppt hat ihn einst Bruder Stefan (25/Linksaußen in der Kreisliga A beim SV Neubeckum). Beider Schwester Mona (20) ist ebenfalls sportlich: Sie spielt Tennis.

Und der größte Fan von Michael Wiemann? Das ist Mutter Gabi: "Sie war in Ahlen selbst auswärts meist dabei und will auch hier bei den Heimspielen öfter mal hochkommen."

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