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Lokales

19. September 2017 | 19:00 Uhr

Für Fußballzentrum Sportplätze geopfert

vom

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2010 | 09:03 Uhr

Schwerin | Der Weg zu einem Fußballzentrum für die Landeshauptstadt scheint geebnet. Nachdem laut Sportdezernent Dieter Niesen (SPD) in den vergangenen Monaten Einigkeit über die Fortschreibung des Sportentwicklungsplanes der Landeshauptstadt erzielt werden konnte, sollen jetzt die Kommunalpolitiker über das Strategiepapier befinden, das die Zukunft des vereinsgebundenen Fußballs in Schwerin regelt.

Angesichts der finanziell desolaten Lage der Landeshauptstadt seien allerdings keine schnellen Entscheidungen möglich. Etwa 1,5 Millionen Euro sollen nach jetzigen Planungen in das künftige Fußballzentrum Lankow fließen. Der Landessportbund hat eine Förderung in Höhe von einer halben Million Euro in Aussicht gestellt.

"In diesem oder dem kommenden Jahr eine Million Investitionsmittel für das Fußballzentrum in unseren Haushalt einplanen zu wollen, ist wenig realistisch", macht Dieter Niesen deutlich, der auch Finanzdezernent der Landeshauptstadt ist. Deshalb soll nach jetzigen Planungen das Projekt Fußballzentrum bis zum Ende dieses Jahrzehnts fertiggestellt werden.

Selbst das bezeichnet Niesen als "sehr ambitioniertes Ziel". Auf dem Weg dorthin müsse es Schritt für Schritt Entscheidungen geben, stets auch abhängig von der Finanzsituation. Wenn die Mehrheit der Stadtvertreter der Planung jedoch folgt - erste Beschlüsse könnte es theoretisch bereits in der Novembersitzung der Kommunalpolitiker geben - hält es der Sport- und Finanzdezernent für möglich, in den städtischen Finanzplänen für 2012/2013 erste Mittel für den Ausbau in Lankow einzuplanen.

Das Geld könnte zum einen aus den ansonsten notwendigen Ersatzinvestitionen kommen, die dann durch die Aufgabe von drei Sportplätzen wegfallen würden. Das betrifft das Stadion Paulshöhe, den Platz auf der Krösnitz und die Fußballanlage in Görries. Bestandschutz gibt es dagegen für die Plätze des SV Neumühle und des Burgsee SV sowie für den Friesensportplatz und das Stadion Lambrechtsgrund.

"Wir müssen jetzt auch ehrlich sagen, wie wir mit den drei frei werdenden Sportplätzen umgehen, um auch daraus Geld für den Schweriner Fußball zu holen", machte Linken-Fraktionschef Gerd Böttger deutlich. Denn natürlich seien die Flächen, vor allem die Paulshöhe, attraktive Bauareale. Allerdings gibt es für die Paulshöhe noch bis 2014 Bestandschutz.

CDU-Fraktionschef Sebastian Ehlers begrüßt die Initiative für das Fußballzentrum ebenso wie die Sicherung der Nachwuchsarbeit in Neumühle und beim Burgsee SV. Manfred Strauß, Fraktionschef der Bündnisgrünen, mahnt zudem an, dass auch andere Fußballvereine neben Eintracht, SSC und Dynamo Spielrecht in Lankow erhalten müssen.

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