Frischer Fisch zum Jahreswechsel

Matthias und Klaus-Dieter Buchholz (v.l.) halten für ihre Kunden frische Karpfen und Forellen bereit.
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Matthias und Klaus-Dieter Buchholz (v.l.) halten für ihre Kunden frische Karpfen und Forellen bereit.

Der Weihnachtsschmaus ist kaum verdaut, schon steht der Jahreswechsel für der Tür. Zu Silvester kommt traditionell Karpfen auf den Tisch. Im Nordwestkreis wird vielerorts der beliebte Speisefisch angeboten.

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26. Dezember 2008, 08:42 Uhr

Gadebusch/ Schönberg | Werner Siedelmann taucht seinen Kescher ins Wasserbecken. Als er ihn wieder herausholt, zappeln glänzende Karpfen in den Maschen. Frischer geht es nicht. Gleich neben dem Karpfenteich in Schönberg verkaufen Werner Seidelmann und Gernot Görner den frischen Fisch. Doch im Teich sind diese schon eine Weile nicht mehr gewesen. Für frischen Geschmack sorgen drei Wochen, in denen sich die Schönberger Karpfen im Klarwasserbecken auf dem Fischereihof von Werner Stoß in Lassahn "saubergelaufen" haben. So bleibt der von vielen befürchtete modrige Geschmack garantiert aus. Zudem verkosten die Männer ihre Ware, bevor sie in den Verkauf kommt. "Wir wollen ja keinen Ärger mit den Kunden haben", erklärt Werner Siedelmann. Bevor die Fische über die Ladentheke wandern, werden sie fachmännisch geschlachtet.

Die Nachfrage ist gerade zu Silvester groß. "Das ist die Zeit, in der die Fischer ihr Geld verdienen", sagt Gernot Görner. Beim Verkauf zeichnet sich besonders in Schönberg ein Trend ab: "Schönberger wollen gern große Karpfen haben", erzählt Gernot Görner. "Für andere würde so ein Karpfen hier für zwei Personen reichen", sagt er und hält einen etwa zwei Kilo schweren Fisch hoch. "Für die Schönberger müssen die größer sein. Die Vier-Kilo-Karpfen waren ganz schnell weg." "Wir wollen ja auch was auf dem Tisch haben", gibt ein Schönberger Kunde zu bedenken.

Bei dieser frischen Ware braucht keiner zu befürchten, nicht satt zu werden. "Sie sind hier im Teich der Natur überlassen worden und sind nun schön fleischig", sagt Werner Seidelmann. Das kann man vor allem von einem Prachtexemplar behaupten. Mit vereinten Kräften hieven die Männer einen 15-Kilo-Koloss aus dem Wasserbecken. "25 Jahre ist der jetzt alt. Aber denn hatte ich schon als Kind auf dem Arm", sagt Werner Seidelmann. Nun kommt der Riesen-Karpfen in den Verkauf. Ob groß oder klein - Silvester landen die Karpfen, gebacken oder blau, auf dem Teller.

Frische wird auch bei Matthias Buchholz großgeschrieben. In Klocksdorf werden seine Fische in Wasserbehälter verladen, die er und sein Vater Hartmut gemeinsam mit ihren Mitarbeitern in Verkaufswagen und Zelten in der Region verkaufen. Auch kurz vor Silvester schlagen die Klocksdorfer ihr Zelte auf. Am Dienstag bieten sie in Gadebusch den obligatorischen Silvester-Karpfen und Forellen an, am Mittwoch machen sie in Rehna und nochmals in Gadebusch Station.

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