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Forellenhof in Lehmhusen : Frischer Fisch für Feiertage

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Die Karpfen in dem Wasserbehälter sind von stattlicher Größe, doch einer sticht hervor. "Der da," sagt Norbert Schultze, "wiegt um die zehn Kilo". Das wird für ein Festmahl reichen, denn Fisch wird jetzt gern serviert.

Die Karpfen in dem Wasserbehälter sind von stattlicher Größe, doch ein Fisch sticht hervor. "Der da," sagt Norbert Schultze, "wiegt um die zehn Kilo". Das wird für ein üppiges Festmahl reichen, denn Fisch wird in diesen Tagen gerne serviert.

Zwei Angler halten ihre Ruten in den rund zwei Meter tiefen Teich des Forellenhofes Lehmhusen und warten darauf, dass eine Lachsforelle ihre Köder schluckt. Die beiden jungen Männer wollen ihren Fisch selber aus dem Wasser ziehen, um ihn später zu verspeisen. Doch nicht alle, die es an den Weihnachtsfeiertagen oder Silvester auf Fisch abgesehen haben, sind so geduldig. "Drei Kilo Karpfen", sagt ein bärtiger Herr, und er braucht gar nicht lange zu warten, bis es so zappelig in seiner mitgebrachten Tüte zugeht, wie es nur selten in Einkaufstaschen zugeht. Selbst nach der artgerechten Tötung zappeln manche Fische noch. "Muskelzuckungen", sagt Norbert Schultze, der vor dem Wiegen und dem Verkauf das Leben der Fische so schnell wie möglich beendet, "damit", so Schultze, "sie nicht unnötig leiden". Der gerade verkaufte Fisch kommt aus einem mit hunderten von Litern Wasser gefüllten Behälter, der in einem Anbau steht, an dessen Innenwände helle Fliesen bis zur Decke reichen. Rund 250 Kilo Karpfen hat Chefin Ute Kraemer in diesem Jahr vor Weihnachten von einem Fischer aus Hohen Sprenz geordert. Dazu rund 80 Kilo Regenbogenforellen aus einem Zuchtbetrieb aus Neumünster. "Zum größten Teil Vorbestellungen", sagt die 49-Jährige, die seit über zehn Jahren den Forellenhof betreibt. Die Weihnachtsfische sind verkauft, nun bereitet sie sich mit ihrem Lebensgefährten Norbert Schultze schon auf den Silvestertag vor. "Am Donnerstag holen wir die Karpfen ab", sagt Ute Kraemer. Die richtige Menge zu kalkulieren, das sei gar nicht so einfach, aber bis zu 125 Kilo Karpfen werden wohl schon gebraucht, damit zum Jahreswechsel viele Fischliebhaber in der Region den klassischen Karpfen auf dem Teller liegen haben.

200 Kilo Forellen, die besorgt der 57-jährige Schultze schon heute aus Schleswig-Holstein. Vielleicht 30 Kilo gehen zu Neujahr über die Verkaufstheke, der Rest ist als Besatz für den rund 2000 Quadratmeter großen Angel- und Badeteich vorgesehen.

Während eine Tüte Fisch nach der anderen mit den neuen Besitzern den Hof verlässt, warten die Angler immer noch geduldig auf ihre Forellen. Beißt einer an, können sie später aber sagen: Den habe ich selber gefischt.

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erstellt am 27.Dez.2011 | 10:20 Uhr

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