zur Navigation springen

Theater zieht Bilanz: 15 000 Besucher mehr als im Vorjahr : Freischütz: Trotz Regens 30 000 Gäste

vom

Mit voraussichtlich 30 000 Besuchern beim „Freischütz“ auf der Freilichtbühne verzeichnen die Schlossfestspiele trotz des schlechten Wetters einen Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

svz.de von
erstellt am 22.Jul.2011 | 09:00 Uhr

Schwerin | Mit voraussichtlich 30 000 Besuchern beim "Freischütz" auf der Freilichtbühne verzeichnen die Schlossfestspiele in diesem Jahr trotz des schlechten Wetters einen Zuwachs der Zuschauerzahlen von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Generalintendant Joachim Kümmritz zieht auch für die gesam te Spielzeit 2010/11 eine positive Bilanz: "Mit insgesamt mehr als 190 000 Besuchern hat das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin gut 15 000 Gäste mehr erreicht als im Jahr davor."

Das führt Kümmritz vor allem auf das hohe Engagement seines Ensembles - "Theater ist immer eine Gemeinschaftsleistung" - sowie auf eine herausragende künstlerische Arbeit zurück: "Das Mecklenburgische Staatstheater hat seinen Spitzenplatz unter den öffentlich-rechtlichen Theatern in Deutschland behaupten können sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen als auch der Eigeneinnahmen", sagt der Intendant. Er verweist auf bemerkenswerte künstlerische Erfolge wie die Inszenierung "Der Biberpelz", mit der Schwerin beim Theatertreffen in Berlin "geadelt" wurde, auf den "Schimmelrider", mit dem die Fritz-Reuter-Bühne überregional gefeiert wird, auf die Einladung der Staatskapelle in die Kölner Philharmonie und die Einladung der Ballettcompagnie zum internationalen Antike-Festival nach Bodrum in der Türkei, auf das beliebte Festival "Puppen im Park on tour" des Puppentheaters und die jetzige Ferienbespielung in der Schelfstadt und nicht zuletzt auf die Bundesauszeichnung als "Ort der Ideen" für das innovative Projekt Theater-Theken-Nacht.

"Hut ab vor der Arbeit dieses Theaters", sagt Hotelchef Valentin Resetarits, Sprecher der Erfa-Gruppe. Aus Sicht der Wirtschaft sei das Theater unverzichtbar für Schwerin und die Schlossfestspiele ein echter Magnet der Landeshauptstadt. Die mehr als 20 000 Besucher der Freischütz-Aufführung, die von weit her angereist und begeistert waren, seien Botschafter für Schwerin geworden.

Kulturdezernentin Angelika Gramkow, als Oberbürgermeisterin Vertreterin des Hauptgesellschafters, zollt "der Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters höchsten Respekt". Sie dankt zugleich den Schwerinern, die durch ihre zahlreichen Theaterbesuche bewiesen, wie wichtig das Haus für die Stadt sei sowie den Stadtvertretern, die durch ihr eindeutiges Bekenntnis zum Theater den Fortbestand des Fünf-Sparten-Hauses sicherten. "Dass trotz der hitzigen Debatten so ein gutes Ergebnis erzielt wurde, ist erstaunlich und beweist eindrucksvoll die Treue der Schweriner zu ihrem Theater", sagt Gramkow. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Lothar Wilke ergänzt: "Es ist erfreulich, dass die Befindlichkeiten einzelner nicht die gute Arbeit des gesamten Theaters und seines Intendanten schmälern können."

Auch der Vorsitzende der Gesellschaft der Theaterfreunde, Dr. Michael Jungrichter, freut sich, dass das Schweriner Haus weiterhin "bundesweit in der ersten Liga" vertreten sei. Dass dies auch in Zukunft so bleibe, dafür wolle sich die Theatergesellschaft mit ihren mehr als 1000 Mitgliedern einsetzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen