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Lokales

21. November 2017 | 16:54 Uhr

"Freischütz": Rentner stirbt nach Sturz

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2011 | 07:01 Uhr

Schwerin | Tragisches Ende der Schlossfestspiel-Saison: Der 68-jährige Mann aus Schleswig-Holstein, der vor zwei Wochen beim Besuch der "Freischütz"-Vorstellung auf der Schweriner Freilicht bühne gestürzt war, ist tot. Laut Polize isprecher Niels Borgmann erlag der Pin neberger, der in den He lios -Kli niken der Landeshauptstadt behandelt wurde, am Sonnabend seinen schweren Verletzungen. Der 68-Jährige war nach Darstellung des Mecklenburgischen Staatstheaters auf den Stufen der Zuschauerränge gestürzt, als er einer 74-jährigen Frau aus Ludwigslust wegen gesundheitlicher Pro bleme zu Hilfe kommen wollte. Beim Sturz hatte sich der Mann am Hinterkopf verletzt.

"Wir waren sehr betroffen, als wir die Nachricht bekamen, dass der Verunglückte verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen des Verstorbenen", sagte Generalintendant Joachim Kümmritz gestern in einer ersten Reaktion. Auch Oberbürgermeisterin An gelika Gramkow und Petra Blunk, Geschäftsführerin der Concert & Management GmbH, die die Freilichtbühne für die Schlossfestspiele an das Mecklenburgische Staatstheater vermietet hatte, zeigten sich schockiert. "Wir bedauern es sehr, dass ein Mensch, der jemand ande rem helfen wollte, Opfer eines tragischen Unfalls geword en ist", so Gramkow.

Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek kündigte eine Obduktion der Leiche an. "Wir prüfen, ob beim Unfall strafre chtliche Verantwortlichkeiten eine Rolle spielen", so Urbanek. Dabei gehe es einerseits um die Frage, ob bei der rettungsdienstlichen Ver sorgung des 68-Jährigen alles ordnungsgemäß abgelaufen sei. Andererseits müsse geklärt werden, ob es eventuelle Versäumnisse bei der baulichen Situation auf der Freilichtbühne gegeben habe, so Urbanek. Noch stehe die Schweriner Staatsan walt schaft am Beginn ihrer Untersuchungen, betonte er. Gegen wen sich die Ermittlungen gegebenenfalls richten könnten, ließ Urbanek offen . "Es gibt keinen Anfangsverdacht."

Gleich nach dem Unfall hatte das Staatstheater mögliche Kritik an den Sicher heitsvor kehrungen zurückgewiesen: "Die vorhandene Betreuung durch das Deutsche Rote Kreuz liegt über den üblichen Standards einer solchen Veranstaltung", sagte Sprecherin Franziska Kapuhs.

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