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Lokales

18. Dezember 2017 | 19:37 Uhr

Freier Eintritt in Rostocker Museen

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2010 | 05:46 Uhr

Rostock | Besucher des Kulturhistorischen Museums und der Kunsthalle in Rostock sollen für weitere zwei Jahre keinen Eintritt zahlen. Diese Forderung stellt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) auf. Seine Begründung: "Für beide Museen ist eine deutliche Besuchssteigerung sowie Gewinnung neuer Besuchergruppen zu verzeichnen."

Allein für das Kulturhistorische Museum rechnet die Verwaltung mit Mehreinnahmen von rund 40 000 Euro bis Ende 2011. Allerdings sind darin auch geplante Einsparungen bei den Personalkosten und deutlich gestiegene Besucherzahlen enthalten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr mit knapp 30 000 Gästen soll die Zahl um 20 000 erhöht werden. Denn seit dem vergangenen Jahr wird im Kulturhistorischen Museum gebaut, weshalb rund die Hälfte der zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche, einschließlich der Kirche, geschlossen werden musste. Außerdem wurde der Haupteingang auf die Rückseite des Gebäudes verlagert. Die Arbeiten werden noch bis ins kommende Jahr andauern. "Eine realistische Auswertung der Ergebnisse des gesamten Zeitraums der Entgeltfreiheit ist daher noch nicht möglich", sagt Methling. Das gleiche gelte für die Kunsthalle, deren Betrieb seit dem 1. März 2009 an den Verein "Pro Kunsthalle" übertragen wurde. Die vorgelegte Jahresrechnung für 2009 umfasst demnach keine vollen zwölf Monate, für verlässliche Zahlen sei eine Verlängerung der bestehenden Regelung nötig. Derzufolge darf die Kunsthalle für Sonderausstellungen Eintritt nehmen, was 2009 rund 70 000 Euro in die Kassen spülte und damit einen Großteil der erzielten Gesamteinnahmen in Höhe von etwa 113 000 Euro ausmachte.

Der freie Eintritt hat allerdings auch eine erhöhte Spendenbereitschaft der Besucher zur Folge. Das kommt wiederum dem Kulturhistorischen Museum zugute, da es dieses Geld im Gegensatz zu den Eintrittsgeldern selbst verwenden darf. Die Bürgerschaft entscheidet am 9. Juni, ob sie die geplante Verlängerung unterstützt. Der Finanzausschuss stimmte zu.

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