zur Navigation springen

Polizeihubschrauber kreiste über Ludwigslust : Frau nach Großfahndung gefunden

vom

Ein gutes Ende nahm am Dienstag Nachmittag gegen 15 Uhr eine groß angelegte Fahndung nach einer vermissten Frau aus Ludwigslust, von der seit Montag Mittag jede Spur fehlte. Insgesamt waren 68 Kräfte im Einsatz.

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2011 | 10:05 Uhr

Ludwigslust | Ein gutes Ende nahm gestern Nachmittag gegen 15 Uhr eine groß angelegte Fahndung nach einer vermissten Frau aus Ludwigslust, von der seit Montag Mittag jede Spur fehlte. Ein Polizeihubschrauber kreiste stundenlang über Ludwigslust und vier Rettungshundestaffeln des Nordens kamen zum Einsatz. Entdeckt wurde die Vermisste wohlbehalten in der Nähe von Groß Laasch in einem Waldstück, wo sie umherirrte. Die näheren Umstände sollen nun geklärt werden.

Insgesamt waren 68 Kräfte im Einsatz. Auch wurden 40 Fahndungsplakate in der Stadt aufgehängt. Gegen 13.30 Uhr wurde das Suchgebiet schließlich in Richtung Neustadt-Glewe ausgeweitet, nachdem weder die Rettungshunde noch die Einsatzkräfte fündig geworden waren. Die Spürnasen auf vier Pfoten helfen bei Katastropheneinsätzen, öfter aber noch vor unserer Haustür. So wie unter anderem eben im örtlichen Schlosspark.

Doch ganz gleich welche Art von Suche, mit Romantik à la Lassie habe sie nichts zu tun. Regelmäßiges Training, eine intensive Beziehung und ein absolutes Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund seien Voraussetzungen, um den Geruchssinn der Tiere zu nutzen. Mit ihren 220 Millionen Riechzellen sei die Hundeschnauze eine Million Mal empfindlicher als die Menschennase. "Menschlichen Geruch erkennt der Rettungshund - unabhängig von der individuellen Note - an seiner typischen Grundstruktur. Gleichzeitig lernt er in der Ausbildung, dass er die Menschen um ihn herum ignorieren und jemand anderen finden soll. Gelingt ihm das, bekommt er Lob, Streicheleinheiten und Leckerli - und damit Motivation", erzählte Kai Raschke. Der 34-Jährige ist Zugführer und koordinierte den Einsatz der vier Hundestaffeln, Nordelbe e. V., Holstein e. V., Viertore e. V. sowie Hamburg Harburg e. V., die zum Einsatz kamen. Er war somit zuständig für 19 Leute und 14 Hunde, die allesamt die Arbeit der Polizei unterstützten. "Ich bin seit 3.30 Uhr im Einsatz, um die Suche zu koordinieren und die Hunde effektiv einzusetzen", erklärte der junge Mann weiter, der bereits zehn Einsätze in den letzten acht Jahren mitgemacht hat. Allein in diesem Jahr schon drei.

Suche ist für Hunde ein Spiel mit Regeln

Die Suche sei für Hunde ein Spiel mit genauen Regeln, das intensiv, konsequent und liebevoll geübt werden müsse, berichtet der bei Ratzeburg Beheimatete weiter. Druck sei schädlich, denn im Ernstfall müsse das Tier in unzugänglichem Gelände selbständig und zuverlässig suchen. Kai Raschke weiß aus eigener Erfahrung, welche enorme Verantwortung auf Hundeführer oder -führerin lastet: Sie sind es, die letztendlich entscheiden, ob ein Wald- oder Wiesengebiet oder ein Trümmerhaus hinreichend abgesucht ist. Dafür beobachten sie ihren Hund, deuten seine Körpersprache und seine Signale.

"99 Prozent unserer Einsätze sind Leersuchen, dass heißt, wir helfen der Polizei festzustellen, wo sich die Vermissten nicht aufhalten", betonte Kai Raschke, während er seinem Team an der Info-Tafel den Schlosspark erläuterte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen