Forschung trifft Produktion

Annelies Maetze als technische Mitarbeiterin mit Dr. Otto und Siw Foge an einem Analysebogen. BArbara Haak
Annelies Maetze als technische Mitarbeiterin mit Dr. Otto und Siw Foge an einem Analysebogen. BArbara Haak

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08. Februar 2011, 05:41 Uhr

Wittenberge | Das Prignitzer Institut für Thermoanalytik, kurz PIT e.V. ist seit dem 1. Januar vom Wirtschaftsministerium des Landes als Partner für brandenburgische Betriebe anerkannt worden, die kleinere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über so genannte Innovationsgutscheine bearbeiten lassen können. Diese Gutscheine ermöglichen kleinen und mittelständischen Betrieben, mit einer Wissenschaftseinrichtung Ideen für neue oder verbesserte Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen zu planen, zu entwickeln und beziehungsweise oder umsetzen.

Der erste Innovationsgutschein mit dem PIT als Forschungspartner ist bereits von einem Prignitzer Unternehmen beantragt worden. Ein weiterer Gutschein befindet sich in der Vorbereitung. "Das PIT kann als Partner für derartig innovationsfreudige Unternehmen mit zwei für wissenschaftliches Arbeiten unabdingbaren Voraussetzungen aufwarten", sagt Siw Foge. Sie gehört zum Vorstand des Vereins. Erstens verfüge das Institut über eine hohe Fachkompetenz, verkörpert durch die fünf Gründungshochschulen. Zweitens arbeite das PIT mit einem nach neuestem Stand der Technik ausgestatteten Labor. "Damit können wir Untersuchungen zu thermischen Eigenschaften von Rohstoffen, Ausgangs-, Zwischen- und Finalprodukten vornehmen", erklärt Geschäftsführer Dr. Claus Otto. Er unterstreicht: "Unser Ins titut versteht sich als Mittler zwischen Wissenschaft und Produktion mit dem klar formulierten Ziel, betriebliche Strukturen zu stärken." Und das ist ja nur ein Beispiel. Das Tätigkeitsfeld des PIT ist breiter gefächert und umfasst sowohl Vorlesungen an Hochschulen, Qualifizierung von Mitarbeitern der Betriebe über IHK-Veranstaltungen und sogar die Mitarbeit an internationalen Projekten von Hochschulen.

Siw Foge führt an, "mit dem Potenzial des Instituts, das seinen Sitz im Technologie- und Gewerbezentrum in Wittenberge hat, bestünde durchaus die Möglichkeit, in Form einer Sommerakademie, studiumsübergreifende Seminare für Studenten anzubieten. Auf Dauer reichen die Kapazitäten des gemeinnützig arbeitenden Instituts jedoch nicht aus, die wachsende Zahl der Forschungsanfragen auch von Unternehmen aus Baden-Württemberg, Sachsen, Mecklenburg und Brandenburg zu bearbeiten und die vielfältigen Kooperationen mit den Hochschulen ausnahmslos ehrenamtlich fortzuführen.

Dem Verein und seinem Vorstand sei deshalb bewusst, dass mit der demnächst anstehenden Vorstandswahl grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden müssen, die die Struktur des Institutes für Thermoanalytik zukunftsfähig machen.


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