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Lokales

19. November 2017 | 00:42 Uhr

Flut drückte heftig ins Hinterland

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2011 | 05:22 Uhr

Dömitz/Boizenburg | Die neuerliche Rekordflut der Elbe wird wohl noch bis Wochenmitte die ganze Aufmerksamkeit des Katastrophenabwehrstabes im Landratsamt Ludwigslust erfordern. Sollten nicht doch noch Deiche aufgeweicht oder gar brechen, dann haben die Verantwortlichen für die Schutzanlagen und -einrichtungen die Nagelprobe bestanden - wurden Millionen an Steuergeldern bürgernah ausgegeben.

Allerdings drückte die Flut heftig ins Hinterland hinein. Zu Brennpunkten entwickelte sich die Eldegewässer in Neu Kaliß und Heiddorf und für die Rüterberger Anrainer, die direkt hinter dem Deich im tieferen Teil des Ortes leben. Das Nadelöhr ist dort eine Durchfahrt zum Deichvorland. Das Hochwasser wird nur durch eine zusätzliche Spundwand abgehalten. Die allerdings hielt die Elbeflut ab.

Brenzlige Situationen erlebten die Bewohner in der Dannenberger Straße in Heiddorf und rund um das Mühlenwasserkraftwerk in Neu Kaliß. Nachdem in Heiddorf ein Abwasserschlacht am Feitag aufwendig von der Feuerwehr verschlossen werden konnte, war die Überflutungsgefahr für die Dannenberger Straße gebannt. Auf der anderen Seite stieg das sich aufstauende Wasser der Alten Elde jedoch immer weiter. Bewohner im Mühlenweg hatten vorsorglich Sandsäcke deponiert. Ihr Haus war bis Sonnabend von den Fluten bereits fast komplett umspült. Auch brachen Teile eines neuen Deichschutzes an der Elde weg, der Rest hielt.

Bereits Freitag wurden in der Hochwasserspundwand zum Werftgelände im Boizenburger Hafen drei Durchfahrten mit 500 Sandsäcken verdichtet, der Zwischenraum zwischen der Hochwasserschutzwand Hafen Boizenburg und dem Hafendeich ebenfalls. Erste Qualmstellen sind an landseitigen Deichfüßen festgestellt worden. Sandsäckezum Abdichten waren nicht erforderlich.

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