Flughafen-Gesellschafter fordern Einstieg des Landes

svz.de von
06. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Während grüne Landtagsabgeordnete bereits Rechenbeispiele für den Komplettausstieg sämtlicher Gesellschafter aus der Flughafen Rostock-Laage GmbH anstellen (SVZ berichtete), gehen eben diese Gesellschafter (Landkreis Rostock, Stadt Laage und Hansestadt Rostock) jetzt in die Offensive: Einmütig beschlossen sie auf ihrer Versammlung in dieser Woche, dem Ministerpräsidenten Erwin Sellering einen Brief mit der dringenden Bitte und Aufforderung zu schicken, die Unterstützung durch das Land für den defizitären Flughafen zu verstärken.

Auch der neue Landrat Sebastian Constien steht hinter dieser Aufforderung. „Erinnern möchte in diesem Zusammenhang an den Kreistagsbeschluss vom März 2013, in dem das Land aufgefordert wird, Gesellschafter des Flughafens zu werden, um den Landkreis und die anderen kommunalen Gesellschafter finanziell zu entlasten“, sagte er Mittwoch auf dem Kreistag. „Auch hier haken wir aktuell nach. Mit einem erneuten Schreiben an den Ministerpräsidenten drängen wir auf eine Entscheidung der Landesregierung in dieser Angelegenheit, um Planungsklarheit für den Flughafen wie für den Kreis zu schaffen.“

Bereits im Haushaltssicherungskonzept des Landkreises ist festgeschrieben, die Zuschüsse an den Flughafen in den kommenden Jahren herunterzufahren. Der kreisliche Zuschussbedarf beträgt in diesem Jahr 640 170 Euro. Diese Belastung sei für den Kreis auf Dauer nicht mehr tragbar, heißt es. Es müsse deshalb grundsätzlich über den Anteil des Landkreises am Verlustausgleich der Gesellschaft und damit möglicherweise auch über die Zukunft des Flughafens entschieden werden. Sollte es nicht gelingen, bis 2015 den Verlustausgleich durch Übernahme des Verlustes durch andere – auch neue Gesellschafter, wie z.B. das Land – auf 400 000 Euro zu begrenzen, sei auch ein Austritt des Landkreises als Gesellschafter nicht auszuschließen, heißt es im Haushaltssicherungskonzept.

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