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Lokales

24. November 2017 | 02:57 Uhr

Fischtreppe wird nachgebessert

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2010 | 06:22 Uhr

Brüel | Der neu gebaute Borstenpass an der Brüeler Mühle wird nachgebessert. Wie SVZ berichtete, funktioniert der Fischaufstieg nur bei Niedrigwasser.

Der Borstenpass ist derzeit geschlossen. "Hier werden zusätzliche Borstenelemente eingebaut", sagt Andrea Döring, Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbands Obere Warnow, der den Umbau veranlasst hat. Damit soll die Fließgeschwindigkeit veringert werden. Noch ist der Wasserstand so, dass die Arbeiten gut vorankommen. "Aber es ist knapp. Viel mehr Wasser darf es nicht geben, denn dann läuft es von den Seiten in den Borstenpass hinein", weiß Döring.

Angebracht werden auch wieder die Wehrtafeln, in die zwei Öffnungen gefräst wurden. Darin soll ein bewegliches Wehr montiert werden, das bei höherem Wasserstand geöffnet werden kann. Dadurch wird der daneben liegende Borstenfischpass entlastet. Bei den Bauarbeiten wurde festgestellt, dass die Mühle ein Nadelöhr ist, sagt die Geschäftsführerin. "Wir brauchen die gesamte Breite", sagt sie, also auch den Raum neben dem Borstenpass. "Starkregengüsse werden zunehmen. Der Pass nimmt dann mehr Wasser auf, die Fließgeschwindigkeit wird größer", begründet Andrea Döring.

Durch eine geringere Fließgeschwindigkeit aber soll endlich erreicht werden, dass die Fische wieder flussaufwärts zu den Laichgebieten schwimmen können. Dafür wurde seinerzeit in die Fischtreppe an der Brüeler Mühle umfangreich investiert. Denn wenn dieser funktioniert, ist der Wasserlauf wieder von der Warnow bis zum Tempziner Wehr für Fische passierbar.

Wie SVZ berichtete, hatte sich das Ingenieurbüro bei der Planung für den ursprünglichen Fischpass auf ältere Berechnungsgrundlagen bezogen, die vom Erfinder des Borstenfischpasses bereit gestellt worden waren und sich zudem an Wasserstandsmessungen orientiert, die lediglich über drei Jahre an einem Pegel am Penny-Markt durchgeführt worden waren. Die aber reichten offensichtlich nicht aus, wie die Praxis dann gezeigt hat.

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