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Lokales

18. November 2017 | 15:10 Uhr

Firmen siedeln in den Nordwest-Kreis über

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2010 | 08:15 Uhr

Dassow | Mit der GPE-Systeme GmbH wechselt ein viertes Unternehmen aus Lübeck über die Landesgrenze nach Dassow. Der Umzug der Firma mit 180 Mitarbeitern ist für Ende Juli geplant, kündigte GPE-Geschäftsführer Henning Lohse an. Damit sind dann wieder alle drei Hallen des ehemaligen CD- und DVD-Werkes belegt.

Ein Grund für den Umzug der Lübecker Firma nach Dassow sind kürzere Produktions- und Logistikwege. Ein zweiter Grund: Der Zulieferer für Medizin-, Auto- und Luftfahrttechnikfirmen stößt in Lübeck an seine räumliche Grenze. "Dort können wir keine modernen Fertigungsstrukturen aufbauen. Und das bedeutet für unsere Kunden, dass wir letztendlich nicht den attraktiven Preis anbieten, wie es unserer Wettbewerber können", verdeutlicht Lohse. Für ihn und Dassow ist der Umzug also gut. "Wir freuen uns sehr", sagt Bürgermeister Jörg Ploen. Nach den Medizintechnikfirmen Euroimmun, Endocomplete sowie der Firma Anker Fisch- und Feinkost ist es das vierte Unternehmen, das von Lübeck ins benachbarte Dassow zieht. Lübecks Wirtschaftssenator Sven Schindler kann dagegen nichts machen, muss zuschauen, wie sich nach und nach Firmen Richtung Mecklenburg verabschieden. Denn in Nordwestmecklenburg können mehr Zuschüsse gewährt werden, weil der Landkreis als Fördergebiet höher eingestuft wird als Lübeck. Nach den Förderkriterien stehen in MV Investitionszuschüsse von 35 bis 50 Prozent in Aussicht. "Das ist einfach anders als in Lübeck, wo es 18 bis 28 Prozent gibt", verdeutlicht Lübecks Wirtschaftssenator Sven Schindler.

Genehmigt werden können in Mecklenburg-Vorpommern Investitionszuschüsse bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze oder dem Erwerb neuer Maschinen. Das letzte große Unternehmen, das davon profitiert hat, war der Kaffeehersteller Viva Coffee. Für sein 50 Millionen Euro teures Werk in Upahl, soll das Land einen Zuschuss von 20 Millionen Euro gewährt haben.

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