zur Navigation springen
Lokales

23. November 2017 | 17:41 Uhr

Finanzspritze für die Schulsozialarbeit

vom

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2011 | 08:28 Uhr

Wittenburg | Grünes Licht gab es auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung Wittenburg für das Vorhaben, die Schulsozialarbeit am Gymnasialen Schulzentrum finanziell zu unterstützen. Bis Ende des Jahres wird die Kommune rund 1850 Euro für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung stellen, so das einstimmige Votum der Abgeordneten.

"Wochenlang haben wir als Stadt darüber debattiert und diskutiert, wie die Mehrkosten für die Schulsozialarbeit aufgebracht werden sollen", so Bürgermeister Norbert Hebinck bei der Vorstellung der Vorlage auf der Stadtvertretersitzung und bezog sich bei der Erläuterung der Vorlage auf ein Schreiben des Internationalen Bundes für Sozialarbeit (IB) vom 30. Mai dieses Jahres.

Der IB ist Träger der Schulsozialarbeit am Standort der Regionalen Schule "Hans Franck" in Wittenburg. 30 Wochenstunden werden durch den Schulsozialarbeiter Andreas Winkler, der am 15. Februar seine Tätigkeit aufnahm, in der Schule geleistet. Diese Stunden werden ab dem 1. August 2011 ausschließlich durch den Landkreis Ludwigslust finanziert.

Zusätzlich beantragte der IB Hagenow ab dem 1. August eine Aufstockung der Wochenstunden am Gymnasialen Schulzentrum, zu dem die Hans-Franck-Schule und das Liscow-Gymnasium fusioniert sind, von 30 auf 40 Stunden. Hintergrund ist: Die Stelle der Schulsozialarbeiterin des Gymnasiums, lief zum Ende dieses Schuljahres 2010/2011 aus. Diese Kosten für diese zehn zusätzlichen Stunden sind allein durch die Stadt Wittenburg aufzubringen - ähnlich damals beim Jugend- und Kommunikationszentrums (JUKZ). Durch den Schulsozialarbeiter Andreas Winkler, dem 30 Wochenstunden zur Verfügung stehen, wurden bis zur Fusion zum Schulzentrum in der Regionalen Schule "Hans Franck" 289 Schüler betreut. Im Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg sind voraussichtlich ab dem 15. August 712 Schüler zu betreuen.

Am Abend der Stadtvertretersitzung im Rathaus konnte Bürgermeister Norbert Hebinck jedoch eine positive Nachricht verkünden. Da der Landkreis statt bisher 30 nun 35 Wochenstunden Schulsozialarbeit finanzieren will, bleiben fünf zusätzliche Stunden übrig, für die die Stadt Wittenburg die Kosten aufbringen müsste. Ursprünglich hätte die finanzielle Belastung bei zehn zusätzlich zu übernehmenden Wochenstunden bei 3685 Euro gelegen, diese Summe halbiert sich nun auf etwa 1850 Euro. Und dafür plädierten dann auch die Stadtvertreter und stimmten dem Beschlussvorschlag, in der Zeit vom 1. August bis zum 31. Dezember dieses Jahres mit Haushaltsmitteln die Schulsozialarbeit am Gymnasialen Schulzentrum zu unterstützen.

Jugendarbeit fällt Sparzwängen nicht zum Opfer

"Über eine Weiterfinanzierung der zusätzlichen zehn Wochenstunden ab 1. Januar 2012 müssen wir dann im Zuge der Haushaltsplanung neu beraten". sagte Bürgermeister Norbert Hebinck. Auch aus Sicht des Landkreises müsse dann überlegt werden, ob die vorgegebenen Wochenstunden bei solch einer großen Schülerzahl überhaupt ausreichend sei.

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle die Tatsache, dass im Jahr 2011 nur Haushaltsmittel in Höhe von 4700 Euro für die Schulsozialarbeit im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Juli zur Verfügung stehen. Unter diesem Aspekt ist die Entscheidung der Stadtvertreter zu begrüßen. Sie setzen damit ein Zeichen, die Jugendarbeit nicht Sparzwängen zu opfern, schließlich sind Stadt und IB schon seit Jahrzehnten verlässliche Partner auf diesem Gebiet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen