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Lokales

24. November 2017 | 21:26 Uhr

Feuerteufel in Elbdörfern

vom

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2010 | 06:15 Uhr

Wittenberge | In Hinzdorf und den anderen Elbdörfern von Wittenberge geht die Angst um: Ein Brandstifter ist unterwegs. In der Nacht zu gestern hat er wieder zugeschlagen. Bei Zwischendeich sind 400 Ballen Heu in Flammen aufgegangen. Als die ersten Kameraden nach der Alarmierung um 20.40 Uhr bei Zwischendeich eintrafen, brannte das Heu lichterloh. "Wir hatten das Feuer nach einer halben Stunde unter Kontrolle", so Einsatzleiter Chris Brandt, Chef der Wittenberger Wehr. "Es zu löschen, war kaum möglich, so dass wir die Ballen kontrolliert abbrennen ließen." Anhänger und landwirtschaftliches Gerät, das bei Ausbruch des Feuers in der Nähe des Feuers stand, konnte rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. 36 Kameraden aus den Wehren Bad Wilsnack, Klein Lüben, Bälow, Hinzdorf und Wittenberge waren im Einsatz.

Für den Hinzdorfer Jürgen-Harald Ehrhorn bedeutet das Feuer einen schrecklichen Schlag. "Die 400 Ballen gehörten mir. Es war mein Hauptfutterstapel", sagt der Landwirt im Nebenerwerb. Er hat jetzt große Sorgen. "Mir geht jetzt so viel durch den Kopf. Wahrscheinlich werde ich mein Vieh verkaufen müssen. Wie soll ich es über den Winter bringen?" Ehrhorn wurde mit dem Feuer gestern Nacht zum zweiten Mal ein Opfer des Brandstifters. Als es in der Nacht des 8. August ganz in der Nähe von Hinzdorf brannte, vernichteten die Flammen 100 Heuballen von Ehrhorn.

Insgesamt vier Mal hat es seit dem Frühjahr bei Hinzdorf gebrannt. Das erste Feuer ist für den 21. Mai gegen 21 Uhr vermerkt, der zweite Brand für den 28. Juni gegen 1 Uhr nachts. Seinerzeit standen Altreifen in Flammen bzw. hatte es an einem Silo gebrannt. 500 Euro setzte Ehrhorn im August für Hinweise aus, die zum Ergreifen des Täters führten. Bis heute fehlen diese Hinweise. Die Polizei ermittelte selbstverständlich, hieß es gestern bei der Behörde. Aus taktischen Gründen könne man aber keine weiteren Auskünfte geben", so Pressesprecherin Katy Gollnick.

Ehrhorn ist all jenen dankbar, die "in der Nacht geholfen haben". Und er sagt, die Bewohner der Gegen seien sensibilisiert, würden sehr genau aufpassen. Ein Gerücht, nach dem es in der Nacht bei Garsedow den Versuch einer zweiten Brandstiftung gegeben habe, bestätigte die Polizei gestern nicht.

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