Feuersbrünste und Wassergüsse binnen weniger Minuten

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Die Reste des ausgebrannten VW-Busses auf der A 24.

svz.de von
13. Juli 2010, 08:50 Uhr

Hagenow/Karft/Dreilützow | Die Wetterkapriolen haben am Montag- nachmittag unsere Region ganz besonders in Atem gehalten. Erst brannten zehn Tonnen Holzspäne auf dem Gelände einer Karfter Ferkelanlage, dann ging wenig später um Dreilützow herum die Welt im Sturmtief unter. Orkanböen knickten einige Bäume, Wassermassen schossen vom Himmel, Hagel peitschte und wenige Meter weiter passierte gar nichts. Während Dreilützow nach dem Sturm recht gerupft aussah, war es im wenig entfernten Walsmühlen komplett trocken geblieben. In Hagenow indessen kippte der Sturm eine Linde auf den Konsum-SB-Markt im Stadtteil Kietz. Glück im Unglück, der Baum fiel nur auf das Vordach des Marktes, Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Dazu kamen Einsätze der Wehr aus Picher, die auf der B 5 einen Ast wegräumte, bei Zwölf Apostel lag ein Baum auf der Straße, Äste waren auch auf der Landesstraße 4 im Wittenburger Wald.

Begonnen hatte alles mit einigen Bränden. Erst brannten nahe der Ferkelaufzucht in Karft 10 Tonnen Holzspäne, die sich augenscheinlich selbst entzündet hatten. Das gab Großalarm für die Wehren der Wittenburger Region. Dennoch musste Einsatzleiter Rainer Greßmann im Erstangriff mit vier Mann auskommen, bevor Verstärkung eintraf. Glück im Unglück, der Wind stand günstig, die nahen Stallanlagen blieben verschont. Im buchstäblich heißen Einsatz war die Wittenburger Wehr mit 27 Mann, Karft hatte neun Leute im Einsatz, Tessin war mit acht Mann da, Dreilützow mit neun und Lehsen mit vier.

Hagenows Wehr musste sich nach Auskunft von Wehrleiter Steffen Kasulke erst mit einem brennenden VW-Bus auf der A 24 beschäftigen. Menschen kamen auch hier nicht zu Schaden. Am Abend kam dann der Einsatz am Konsum-Markt auf dem Kießender Ring. Das Dach des Marktes wurde schwer beschädigt, hielt aber. Die Linde wurden von den Kameraden fachgerecht zersägt, so dass weiterer Schaden vermieden werden konnte.

"Ich war unmittelbar nach dem Unglück am Ort des Geschehens, da ich ganz in der Nähe wohne", so Filialleiterin Dorit Schmidt, die gegenüber SVZ sagte, dass ein Lehrling sie darüber informiert hätte. "Zum Glück wurde niemand verletzt, und der Schaden hält sich auch in Grenzen. Besonders froh bin ich, dass unsere Scheiben ganz geblieben sind und wir auch gestern wieder für unsere Kunden den Frischemarkt öffnen konnten."

Gesa Schwertfeger vom Vorstand der Konsumgenossenschaft Hagenow möchte an dieser Stelle Peter Selonka aus Kirch Jesar ganz herzlich danken, der als Dachdecker mit ersten Maßnahmen dafür sorgte, dass kein Wasser über das Dach in den Markt eindringen konnte.

In der Elbestadt Boizenburg und im Altkreis Ludwigslust wurden von extremen Wetterkapriolen nichts berichtet. Boizenburg hatte seinen Gewitterguss bereits am Sonntag zum Schützenfest erlebt, am Montag blieb alles ruhig.

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