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Brand von Einfamilienhauses in Thurow : Feuer zerstört Heim von Familie

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"Das Wichtigste ist, dass sie leben", blickt Hans-Uwe Bartels am Vormittag von Ostermontag auf das qualmende Haus von Tochter, Schwiegersohn und den elf- und 13-jährigen Enkeln in Thurow.

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erstellt am 25.Apr.2011 | 08:19 Uhr

Brüel | "Das Wichtigste ist, dass sie leben", blickt Hans-Uwe Bartels am Vormittag von Ostermontag auf das qualmende Haus von Tochter, Schwiegersohn und den elf- und 13-jährigen Enkeln in Thurow. "Es hätte auch ganz anders ausgehen können", so Bartels. "Hauptsache sie verkraften das nervlich."

Kein schöner Feiertag: Am Morgen um 9.19 Uhr lösen die Sirenen in Sternberg und Brüel aus. Die Kameraden der beiden freiwilligen Feuerwehren rücken mit 35 bis 40 Kameraden an. Bei ihrem Eintreffen, so berichtet Einsatzleiter Matthias Ohms von der Brüeler Feuerwehr, steht der Dachstuhl schon in Flammen. Michael Przibilski und Olaf Rieckhof dringen als erst unter Atemschutz von innen bis in das Obergeschoss vor. Das Gröbste vom Brand, so erscheint es den beiden zunächst, haben sie in den Zimmern schon aus. Aber das Feuer hat sich offenbar schon längst weiter gefressen. Flammen schlagen aus dem Dach, dicker Qualm dringt durch die Fenster. Die Feuerwehrleute löschen später gleichzeitig von unten und von oben aus dem Korb des Leiterwagens.

Michael Schwertner von der Brüeler Wehr richtet die Wärmebildkamera auf den Dachstuhl. Lange, nachdem das Feuer unter Kontrolle ist, zeigt sie noch an vielen Stellen unter dem Dach heiße Punkte. Darüber liegen Ziegel. "Da sind noch genug Glutnester", sagt Ralf Warning, Gruppenführer in der Sternberger Wehr. "Sobald Luft rankommt, flackert es wieder auf." Zwei seiner Kameraden fahren mit der Drehleiter ins Dachgeschoss und versuchen dem Übel mit möglichst wenig Wasser den Garaus zu machen. Um mit der Nässe nicht noch größeren Schaden zu verursachen. Weitere Dachtziegel werden für den Löscheinsatz entfernt. Denn hier kommt kein Löschwasser durch.

Werner Küster von der Polizeistation in Sternberg hat die ersten Befragungen der Familie abgeschlossen und überzeugt Eltern, Sohn und Tochter sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Spezialisten der Kripo treffen ein.

Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen in einer Ecke in einem Kinderzimmer ausgebrochen. In dieser hing nach Aussagen des Vaters eine Spielkonsole an einer Ladestation. "Die genauen Ursachen müssen noch ermittelt werden". sagt Küster. Die Familie sei durch Rauchmelder alarmiert worden. Auch ein Versicherungsvertreter ist laut Polizei schnell vor Ort und schätzt den Schaden zunächst auf 100 000 Euro.

Die Thurower Familie hatte das aus den 1950er-Jahren stammenden Haus mit viel Eigeninitiative modernisiert. "Sie waren so stolz", sagt Hans-Uwe Bartels. "Aber wir haben schon ganz andere Hürden geschafft." Die Eltern beider Eheleute leben in dem Dorf. Um die Unterkunft der Familie nach dem Feuer müsse man sich deshalb nicht sorgen, so Bartels.

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