Rostock: Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung : Feuer verwüstet Momo

Starke Schäden an der Inneneinrichtung machen eine Renovierung des Lokals erforderlich.Rebekka Poesch
1 von 2
Starke Schäden an der Inneneinrichtung machen eine Renovierung des Lokals erforderlich.Rebekka Poesch

In der Nacht zu Montag hat ein Feuer den Rostocker Club Momo verwüstet. Wie die Polizei mitteilt, bemerkten Passanten den Brand in dem Flachbau Am Vögenteich kurz nach 1 Uhr und meldeten ihn der Feuerwehr.

von
27. Dezember 2010, 06:16 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Brandanschlag auf das Momo: In der Nacht zu Montag haben Unbekannte in dem Club Am Vögenteich Feuer gelegt. Wie die Polizei mitteilt, bemerkten Passanten den Brand kurz nach 1 Uhr und alarmierten die Feuerwehr. Personen wurden nicht verletzt, die Höhe des entstandenen Sachschadens steht derzeit noch nicht fest. Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

"Wir gehen davon aus, dass sich die Täter gewaltsam Zutritt zur Gaststätte verschafften", sagt Yvonne Burand, Sprecherin der Polizeidirektion Rostock. Eine eingeschlagene Scheibe an der Eingangstür des Flachbaus deute darauf hin. Anschließend hätten sie den Hauptgastraum in Brand gesetzt. Die Innenräume des Lokals seien so stark verqualmt gewesen, dass erst im Laufe des gestrigen Tages ein Brandsachverständiger zum Einsatz gekommen sei.

Eine Nachbarin mutmaßt einen rechtsextremen Hintergrund des Anschlags. Doch Burand sagt: "Dafür haben wir keine Anhaltspunkte." Auch für den stellvertretenden Geschäftsführer der Szenekneipe, Moritz Grosche, der erst am Montagmorgen von dem Vorfall erfuhr, deutet nichts darauf hin. "Das kann ich mir nicht vorstellen." Bis auf Weiteres hat Grosche alle geplanten Konzerte in dem Club abgesagt. "Das Momo steht zwar noch, aber es sieht schlimm aus", sagt er. Verbrannte Möbel, Löschwasser und Ruß machen eine Renovierung notwendig, bevor das Lokal wieder genutzt werden kann. "Ich denke nicht, dass wir zu Silvester öffnen", sagt der Geschäftsführer. Vermutlich werde die geplante Momo-Party an einen anderen Ort verlegt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen