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Lokales

17. November 2017 | 18:50 Uhr

Feuer vernichtet Wohnhaus in Peckatel

vom

svz.de von
erstellt am 31.Mär.2011 | 05:15 Uhr

Peckatel | Ein Wohnhaus, eine Scheune und ein Schuppen wurden gestern in Peckatel Opfer der Flammen. 61 Kameraden von sechs freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz. Der Sachschaden wird mit etwa 200 000 Euro beziffert.

Es ist 6.15 Uhr, als die Kameraden in Sukow, Plate und Banzkow alarmiert werden. Wenige Minuten später werden auch die Wehren aus Mirow und Gol denstädt zum Einsatz gerufen. Als die ersten Kameraden eintreffen, ist klar, dass sie zusätzliche Hilfe von den Crivitzern benötigen. Diese verfügen über eine Drehleiter, so kann die Brandbekämpfung auch aus größerer Höhe vorgenommen werden.

"Wir begannen umgehend mit den Löscharbeiten, die sich nicht so einfach gestalteten, weil bereits eine Scheune und ein Schuppen in voller Ausdehnung brannten und die Flammen auch auf das angrenzende Wohnhaus übergriffen", erzählt der stellvertretende Amtswehrführer von Banzkow, Bernd Heine. Die erste bange Frage galt die nach möglichen Bewohnern. Es konnte Entwarnung gegeben werden: Ein Nachbar, der das Feuer in der Frühe bemerkte, hatte den 54-jährigen Mann geweckt. Er ist bei Verwandten untergekommen.

Das Löschwasser wird aus einem Hydranten und einem Brunnen entnommen. Dazu haben die Helfer eine Wasserstrecke von etwa 500 Metern aufgebaut. "Wir haben alles Mögliche getan, dennoch konnten wir nicht verhindern, dass das Haus bis auf die Grundmauern abbrannte", erzählt Heine. Einen Pkw aus einer benachbarten Garage haben die Kameraden vor dem Feuer bewahren können.

Unverständnis äußerte der stellvertretende Amtswehrführer über die vor Ort von einigen Einwohnern geübte Kritik, dass die Feuerwehr "ihr Handwerk nicht verstünde". Sie bemängelten, die Feuerwehr sei zu spät am Brandort eingetroffen und hätte nicht richtig gelöscht. "Um diese Uhrzeit, in der bereits viele Kameraden auf dem Weg zur Arbeit sind, noch genügend Einsatzkräfte zu bekommen, ist nicht einfach. Aber es hat geklappt", sagt Heine. Nur neun Minuten benötigte die Plater Wehr von der Alarmauslösung bis zum Eintreffen vor Ort. Dort musste die Wasserversorgung aufgebaut werden, da das in einigen Fahrzeugen mitgeführte Wasser für einen derartiges Großfeuer nicht ausreicht.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus, die Kriminalpolizei ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen soll an einem Schuppen gelagertes Heu als erstes gebrannt haben. Die Flammen griffen in Minutenschnelle auf die anderen Gebäude über.

Die Einwohner von Peckatel sind beunruhigt: Erst im Januar brannte in Peckatel ein Carport, Anfang März eine Gartenlaube und in der vergangenen Woche ein Pkw.

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