Festgehaltene Berührungen

Bernd Guggenberger kam zur Eröffnung   seiner Exposition in der Rolandswurt persönlich nach  Cumlosen, im Hintegrund rechts eine seiner Arbeiten.
Bernd Guggenberger kam zur Eröffnung seiner Exposition in der Rolandswurt persönlich nach Cumlosen, im Hintegrund rechts eine seiner Arbeiten.

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10. September 2012, 10:38 Uhr

Bernd Guggenberger, Jahrgang 1949, ist Professor für politische Wissenschaft in Berlin, Publizist, Schriftsteller, bildender Künstler. Seit Freitagabend mit der Vernissage in der Galerie Rolandswurt ist der bekannte und vielfach Begabte in Cumlosen mit einer Ausstellung präsent. Als bildender Künstler zeigt Guggenberger neueste Arbeiten.

Der Potsdamer Verein "ART balance" hat das Projekt Kunstraum Dorf aufgelegt. Dieser geförderten Initiative ist die besondere Exposition zu danken.

Besonders ist die Schau in mehrfacher Hinsicht. Mit Guggenberger ist nicht nur ein bekannter, sondern auch ein Künstler in die Rolandswurt gekommen, dessen bildnerisches Schaffen sich keinesfalls auf den ersten Blick erschließen lässt.

Wer die Arbeiten verstehen will, muss tiefer eintauchen in das Denken und künstlerische Umsetzen des Malers. Am Freitagabend gab es dazu Gelegenheit. Der Sozial- und Literaturwissenschaftler und Dozent Golo Meyer-Thoss aus Berlin, führte in das bildnerische Werk von Guggenberger ein, half beim Verstehen der vom Künstler "Festgehaltenen Berührungen", so auch der Titel der Exposition. Wer diesen Titel sehr wörtlich nimmt, kann die in Cumlosen ausgestellten Arbeiten von Guggenberger erschließen. Dunkle, meist schwarze Linien verschiedener Ausprägung finden sich auf dem hell abgestuften Malgrund: Kratz- und Schleif-, ja sogar Beißspuren hat Guggenberger festgehalten. "Jedes einzelne Bild hält den Augenblick einer Berührung fest", sei damit als einzelnes Werk unabgeschlossen, weil es ein räumliches und zeitliches Vorher und Nachher gibt, sagt Golo Meyer-Thoss. Daraus erklärt sich auch, warum der Maler Reihungen bevorzugt.

Die Exposition kann bis in den Oktober hinein dienstags von 16.30 bis 18 Uhr sowie samstags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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