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Fernsehverbot: Weihnachtssendung ohne Klaashahns

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erstellt am 26.Okt.2010 | 08:21 Uhr

Warnemünde | Schwer enttäuscht sind die Warnemünder Shantysänger. Nach einem Besuch eines ARD-Fernsehteams Mitte September im Rostocker Seebad stand für die Klaashahns fest: Bilder aus Warnemünde und von der sangesfreudigen Gruppe flimmern am 23. Dezember zur besten Sendezeit über die Bildschirme und in Millionen Wohnzimmer. Doch nun hat die Produktionsfirma abgesagt. "Dabei haben wir uns so auf diese Sendung gefreut. Seit den Gesprächen vor über einem Monat proben wir bereits emsig Weihnachtslieder", sagt Klaashahns-Chef Rüdiger Noll.

Zudem habe man bereits dem Wunsch der Fernsehleute entsprechend mit dem Handels- und Gewerbeverein über eine weihnachtliche Gestaltung des Alten Stroms bis zum 12. November gesprochen. "An diesem Tag sollten die Aufnahmen für die Sendung am Tag vor Heiligabend erfolgen. Tja, da war alle Mühe umsonst", bedauert Noll. Wie er informiert, war der Fernsehproduktion eine Abstimmung im Internet vorausgegangen, in der die 30 beliebtesten deutschen Weihnachtslieder ermittelt worden sind. Vorgetragen werden sollen diese mit entsprechender Hintergrundkulisse in nur vier Orten in Deutschland - davon nur einer im Norden. Doch statt in Warnemünde wird nun, so der Vereinsvorsitzende, in einem kleinen Ort in Ostfriesland gedreht. Warum das Rostocker Seebad eine Absage erhalten hat, darüber könne er nur spekulieren. "Das wäre eine tolle Werbung für Warnemünde, die Hansestadt und unseren Shantychor gewesen. Schade.", sagt Noll.

Dennoch haben De Klaashahns wie in jedem Jahr in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Auftritte, sodass die intensiven Proben auch ohne Fernsehauftritt wichtig sind. Wenige Tage vor Weihnachten, am 12. Dezember, um 15 Uhr beispielsweise gibt es in der Rostocker Nikolai-Kirche eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten der Hanseatischen Bürgerstiftung Rostock. Neben den Shantysängern treten dort die Gruppe "Irish Coffee", die Warnemünderin Anne Möller und der Chor des Innerstädtischen Gymnasiums auf. "Wir hoffen auf einen ähnlichen Erfolg wie im vorigen Jahr, wo wir rund 800 Besucher in der Nikolai-Kirche begrüßen konnten. Mit dem Erlös dieser Veranstaltung wollen wir die vielfältigen sozialen Aktivitäten der Hanseatischen Bürgerstiftung unter Leitung von Prof. Dr. Ingo Richter unterstützen", sagt Noll.

Weitere Auftritte haben die Klaashahns jeweils im November, Dezember und Januar im Gosch-Restaurant am Alten Strom sowie am Sonnabend, 27. November, um 17 Uhr in der Warnemünder Kirche. Gemeinsam mit Warnemünder Kindern und dem Frauenchor des Ostseebades wird ein Benefizkonzert zugunsten des Kirchenfördervereins gestaltet.

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