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Wohnblock-Abriss in Hindenberg geplant : Fernseher flogen aus den Fenstern

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Der geplante Abriss des Hindenberger Wohnblocks mag seine positiven Seiten haben. Er hat aber auch negative und die waren in den vergangenen Wochen nicht zu übersehen. Zunächst flogen Fernseher aus den Fenstern.

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erstellt am 20.Jan.2011 | 06:38 Uhr

Hindenberg | Der geplante Abriss des Hindenberger Wohnblocks mag seine positiven Seiten haben. Er hat aber auch negative und die waren in den vergangenen Wochen nicht zu übersehen. Zunächst flogen Fernseher aus den Fenstern. Auch Tische, Stühle, Kühlschränke und Sofas landeten schließlich auf dem Rasen vor dem Block.

Für den Hindenberger Werner Simon war das ein zweischneidiges Schwert. Denn mit dem geplanten Abriss des Blocks könne der 58-Jährige leben. "Mich regt aber auf, dass Müll von oben einfach runtergeschmissen und ein riesiger Schandfleck wochenlang hier liegen blieb", verdeutlicht Simon. Er griff zum Telefon und beschwerte sich bei der Wohnungsgesellschaft Radegasttal GmbH (WGR). "Was in Hindenberg los ist, das geht ja wohl gar nicht", so Simon. Der Anruf blieb nicht folgenlos. Der Schandfleck wurde gestern Vormittag beseitigt.

Die Wohnungsgellschaft Radegasttal verwies gestern darauf, dass Mietern bereits im November ein Termin für eine Sperrmüllabfuhr mitgeteilt worden sei. Durch den Defekt eines Fahrzeuges konnte das Entsorgungsunternehmen die Abfuhr damals allerdings nicht realisieren. Als Firmenmitarbeiter schließlich anrückten, sollen sie vor dem Wohnblock so viel Müll vorgefunden haben, dass sie wieder umgekehrt seien. Gestern holte das Entsorgungsunternehmen die Sperrmüllabfuhr schließlich nach.

Der Hindenberger Wohnblock ist teilweise noch bewohnt. Der Großteil der ehemaligen Mieter zog aber bereits in andere Wohnungen und hält dem kommunalen Wohnungsunternehmen als Mieter somit die Treue.

WGR-Geschäftsführerin Heike Post verwies gestern darauf, dass es in den vergangenen Jahren mehr Kündigungen als neu unterzeichnete Mietverträge für Hindenberg gegeben hat. "Wir haben uns auch die Bevölkerungsentwicklung angeschaut und stellten Jahr für Jahr einen Rückgang in der Gemeinde fest", so Heike Post. Ob das kommunale Unternehmen in den nächsten Jahren weitere Wohnblöcke in Dörfern zurückbauen will, sei nach dem derzeitigen Stand komplett offen.

Die WGR hat 1743 Wohnungen in ihrem Bestand. Der Leerstand beträgt 6,4 Prozent und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von rund acht Prozent.

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