Ferienbeginn: Start auf Großbaustellen

<fettakgl>Extreme Hitze auf der B 104</fettakgl>: Sonne von oben und heißer Asphalt von unten. Die Männer von der Firma Matthäi erneuern die Fahrbahn der Hauptstraßen durch Cambs. <fotos>Mett (4)</fotos>
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Extreme Hitze auf der B 104: Sonne von oben und heißer Asphalt von unten. Die Männer von der Firma Matthäi erneuern die Fahrbahn der Hauptstraßen durch Cambs. Mett (4)

svz.de von
13. Juli 2010, 08:54 Uhr

Schweriner Umland | Am ersten Bautag, am Montag, gab es noch Stau und viele erstaunte Gesichter in Cambs. Obwohl die Sanierung mit halbseitiger Sperrung der B 104 in Cambs angekündigt war, wurden zahlreiche Autofahrer vom Beginn dieser Arbeiten überrascht. "Viele Autofahrer halten sich zudem nicht ans Tempolimit, rasen dicht an uns und unseren Maschinen vorbei", erzählt Heinz Streck von der Leezener Firma Matthäi. "Da müssen wir ungeheuer aufpassen." Die Männer vom Bau sind das aber gewohnt, ebenso die Arbeit in den Sommerferien. Weil dann keine Schulbusse fahren, wird besonders viel an den Straßen gemacht. Derzeit kommt noch die extreme Hitze dazu. In der prallen Sonne sind es mehr als 40 Grad Celsius. Die Männer um Heinz Streck sind schon dabei, auf der ersten Fahrspur wieder Bitumen aufzutragen - die Asphaltmischung ist zwischen 170 und 175 Grad heiß und heizt zusätzlich von unten. "Da hilft nur trinken", weiß Streck. Drei bis vier Liter Wasser pro Mann und Tag kommen da locker zusammen.

Respekt vor den Bauleuten hat Ewald Weber: "Das ist Schwerstarbeit und dann bei der Hitze." Der Anwohner weiß auch, dass die Erneuerung der B 104 überfällig war. "Die Straße hatte tiefe Spurrillen. Vor allem schwere Lkw haben sie kaputt gefahren." Seitdem der Verkehr auf der A 14 bis Wismar durchrollen kann, gibt es weniger Laster, schätzt Weber, aber die Anzahl der Pkw ist in etwa gleich geblieben.

"Eigentlich wollten wir die B 104 in Cambs im vorigen Jahr erneuern", sagt Dietmar Greßmann, Dezernent im Straßenbauamt Schwerin. Doch da die A 14 nicht fertig war, wurde bis diesen Sommer gewartet. Etwa 400 Meter der Bundesstraße werden saniert, ebenso 200 Meter der Landesstraße in Richtung Ventschow. Rund 300 000 Euro kostet das. Bis zum 6. August soll hier alles fertig sein. Greßmann kündigt aber schon jetzt Arbeiten im Herbst an. Die L 101 Cambs-Ventschow-Jesendorf und auch die K 031 nach Warin werden dann instand gesetzt. Vor der Einweihung der A 14 rollte über diese Straßen der Verkehr zur A 20.

Komplett gesperrt ist seit Montag eine andere Hauptstraße in der Region: Bei Kobande wird die L 091 von Grund auf erneuert. Hier begannen die Arbeiten mit dem Abfräsen der Bitumenschichten. Zuerst wird zwischen Kobande und Demen, anschließend zwischen Kobande und der Brüeler Chaussee gebaut - bis zum

20. September (SVZ berichtete). Die Sanierung der insgesamt 6,5 Kilometer langen Strecke kostet 2,2 Millionen Euro.

Seit Montag wird auch in Crivitz gebaut: In der Trammer Straße soll noch in diesem Jahr eine neue Eisenbahnbrücke entstehen. Auf den Schienen geht nichts mehr, die Gleise werden bereits aufgenommen. Zwischen Crivitz und Parchim gibt es Schienenersatzverkehr mit Bussen. Heute um 9 Uhr ist auch auf der Trammer Straße Schluss. Bis zum 9. August wird diese Landesstraße für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Fußgänger und Radfahrer dürfen die Baustelle passieren. Die Umleitung für den Straßenverkehr erfolgt über die B 321 und Sukow. Ursprünglich wollte die Bahn die Trammer Straße fünf Monate lang sperren lassen. Dem stimmten die Verkehrsbehörden nicht zu.

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