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Hansa verliert zum Start der 2. Bundesliga 1:2 gegen Paderborn : Fehlerquote war einfach zu hoch

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1:2 gegen den SC Paderborn 07 – „die erste Extremsituation“ (Trainer Vollmann) nach Rückkehr des FC Hansa in die 2. Fußball-Bundesliga endete mit einer bitteren Pleite.

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erstellt am 17.Jul.2011 | 10:00 Uhr

1:2 gegen den SC Paderborn 07 – „die erste Extremsituation“ (Trainer Vollmann) nach Rückkehr des FC Hansa in die 2. Fußball-Bundesliga nach einem Jahr Drittklassigkeit endete mit einer bitteren Pleite.

Die Rostocker begannen mit den gleichen Feldspielern, die auch im letzten Test gegen Brøndby Kopenhagen (2:1) in der Start-Elf standen. Aber im Tor! Da entschied sich Vollmann letztlich für den perspektivreichen Kevin Müller und gegen die bisherige Nr. 1 Hahnel sowie dessen Erfahrung von sechs Einsätzen in der 1. und 70 in der 2. Bundesliga. Neben dem 20-jährigen Keeper debütierten auch Koštál, Perthel und Semmer sowie am Ende Weilandt in der alten neuen Spielklasse. Der Trainer hingegen nicht: Vollmann war erstmals seit Herbst 2002 (damals Eintracht Braunschweig) wieder in einer Zweitliga-Partie verantwortlich. Seinerzeit startete er mit einem Sieg (Mannheim 4:2). Danach allerdings folgten über das Ende seiner Tätigkeit bei den Niedersachsen hinaus drei sieglose Monate (!) mit acht Niederlagen und drei Remis. Möge es bei Hansa umgekehrt sein

Bei anfangs strömendem Regen kam Paderborn zu ersten Chancen. Ein Kopfball von Mohr verfehlte knapp sein Ziel (7.). Wiemann foulte Kara, den Freistoß von links neben dem Strafraum zog Meha brandgefährlich auf den Kasten, doch Kevin Müller, der den Ball erst ganz spät sah, wehrte stark ab (9.).

Als es aufhörte zu regnen, näherte sich auch Hansa einem Treffer. Semmer ließ Mohr aussteigen, sein Lupfer über Torwart Kruse war geschickt, aber nicht genau genug (12.). Dann Jänicke mit beherztem Flügellauf und Bilderbuchflanke auf Semmer, der die Kugel mit dem rechten Außenschuh per Aufsetzer zum 1:0 im Netz versenkte (19.). Leider jedoch befanden sich die Weiß-Blauen nur wenige Sekunden im Vorteil: Brückner nutzte das Durcheinander in der Hintermannschaft der Gastgeber. Der Rettungsversuch von Pelzer auf der Linie misslang – 1:1 (21.). Überhaupt ging in der wackligen Hansa-Abwehr einiges durcheinander. Hinzu kamen zu wenig Bewegung im Spiel nach vorn und etliche Ungenauigkeiten. Selten wurde der Weg über die Flanken gesucht.

Nach der Pause kam sogar die Sonne raus – und die Ostseestädter stabilisierten sich hinten, waren bemüht, Fehler zu vermeiden und eine kontrollierte Offensive aufzuziehen. Da die Westfalen auch nicht auf Teufel komm raus einer Führung entgegenstrebten, neutralisierte sich das Geschehen.
Nach gut einer Stunde kamen mit Lartey und Ziegenbein zwei frische Mittelfeld-Kräfte in die Partie. Mintál rückte vor in den Sturm. Mit neuem Schwung ergab sich eine Möglichkeit für Jänicke, der in einen scharfen Ball von Ziegenbein hineinspritzte – knapp vorbei (71.). Hansa probierte es nun auch vermehrt über die, das heißt: den Flügel. Jeweils auf der rechten Seite kamen Schied (56.), Schyrba (65.) und Jänicke (80.) zum Zuge, aber ergebnislos. Deutlich effektiver die Gäste, die mit ihrem einzigen nennenswerten Angriff der zweiten Halbzeit das Siegtor erzielten: Proschwitz vollendete durch die Beine von Koštál (81.).

Rostock ging danach volles Risiko. Koštál ging mit in den Angriff. In der Nachspielzeit lag das 2:2 in der Luft, als Mintál und Ziegenbein geblockt wurden und der Schlenzer von Wiemann nur hauchdünn am Tor vorbeiflog (90.+1)

>> TRAINERURTEIL:

Peter Vollmann (Rostock): Wir waren insgesamt zu nervös und hektisch, haben zu wenig Ballbesitz hinbekommen, hatten keinen Spieler dabei, der die nötige Ruhe reinbringen konnte. Nach dem 1:0 dachte ich, jetzt haben wir das Selbstbewusstsein, aber nach dem 1:1 war die Unruhe wieder da.
Unsere Fehlerquote war einfach zu hoch.

Roger Schmidt (Paderborn): Wir sind natürlich überglücklich. Wir waren nach dem 0:1 bisschen geschockt, aber nur kurz. Wir haben zum Glück direkt die Antwort gegeben. Danach ist es ein offenes Kampfspiel gewesen. Es war ein vielleicht etwas glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg.


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