Wossidloschule Güstrow wartet auf neues Kabinett : Fehlende Computer gefährden den Unterricht

Jessica Niemann zeigt ein Schild, warum die Computer nicht mehr genutzt werden können: Sie sind sehr, sehr, sehr langsam. Jonathan Gast und Darja Jordan, alle aus der 7. Klasse, bestätigen das und wünschen sich schnell neue Computer, weil sie lernen möchten.hans-jürgen kowalzik
Jessica Niemann zeigt ein Schild, warum die Computer nicht mehr genutzt werden können: Sie sind sehr, sehr, sehr langsam. Jonathan Gast und Darja Jordan, alle aus der 7. Klasse, bestätigen das und wünschen sich schnell neue Computer, weil sie lernen möchten.hans-jürgen kowalzik

Der Unterricht mit dem PC in der Schule ist massiv gefährdet, weil ein Computerkabinett wegen eines defekten Servers geschlossen werden musste. Die Technik ist sehr alt und seit einem halben Jahr nicht mehr zu nutzen.

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01. Februar 2011, 06:29 Uhr

Güstrow | "Der Unterricht mit dem PC in der Wossidloschule Güstrow ist massiv gefährdet, weil ein Computerkabinett wegen eines defekten Servers geschlossen werden musste." Mit dieser Aussage konfrontierte Burkhard Bauer, Fraktionsvorsitzender Die Linke, Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt und die Verwaltung als Schulträger auf der Hauptausschuss-Sitzung. Die Arbeit am Computer sei z.B. im AWT-, Sprach-, Kunstunterricht sowie in Unterrichtssequenzen in vielen gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern nicht mehr voll gewährleistet, somit das Umsetzen der Rahmenpläne in Gefahr. Stunden im Wahlpflichtunterricht können ebenfalls nicht wie geplant erteilt werden. Grund: Die Technik ist sehr alt und seit einem halben Jahr nicht mehr zu nutzen. Von 30 Computern sind nur noch die Hälfte einsatzbereit. Bauer, den die Schule um Hilfe gebeten hatte, kritisierte vor allem, dass die Schule auf ein Schreiben der Schule bzw. der Schulkonferenz vom 16. November von der Verwaltung keine Antwort erhalten hatte. Am 18. Januar erinnerten sie an ihren Brief. Bauer forderte die Verwaltung auf, so schnell wie möglich zu handeln.

Christine Schröder, Vorsitzende der Schulkonferenz, und Schulleiterin Sabine Jahnke verlangen in ihren Schreiben die Freigabe von Haushaltsmitteln 2010. Rund 11 000 Euro waren für das Kabinett vorgesehen. Dazu liege, heißt es in den Briefen, auch ein EDV-Konzept der Schule vor.

Amtsleiterin Gisela Karmann erklärte, dass das Problem im Interesse der Schule und der Schüler "gemeinsam und vernünftig" mit der Stadt behoben wird. Bürgermeister Arne Schuldt sagte zuvor, dass man den ersten Brief noch noch suche. Schuldt verwies dann auf ein generelles Problem. "Es gibt kein schlüssiges EDV-Konzept für alle Schulen", so Schuldt. Jede Schule habe ein anderes. Das sorge für Schwierigkeiten sowohl bei der Pflege der Technik als auch bei Reparaturen bzw. Neuanschaffungen. Daher habe man einen Entwurf für ein gemeinsames Konzept erarbeitet.

Wegen dieses Konzeptes sei das Geld von 2010 für das Kabinett als so genannter Haushaltsrest ins neue Haushaltsjahr übernommen worden, so Karmann, um es komplett umzusetzen. Im Fall der akuten Situation an der Wossidloschule werde man aber jetzt handeln. Sabine Jahnke erhielt gestern die Mitteilung, dass die Leistungen für das Kabinett ausgeschrieben werden.

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