Fehlalarm in einer Medizintechnikfirma

Der Sensor, der den Alarm auslöste.
Der Sensor, der den Alarm auslöste.

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17. Mai 2011, 07:53 Uhr

Warnemünde | Alarm bei Cortronik: In der Nacht zu gestern ist in der Medizintechnikfirma im Technologiepark der Alarm losgegangen. Gegen 2.30 Uhr rückten daher Einsatzkräfte der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr Rostock an. Die sechs Mitarbeiter, die sich zu dieser Zeit im Gebäude befanden, wurden evakuiert.

Kurze Zeit später dann die Entwarnung: Es handelte sich nur um einen Fehlalarm, ausgelöst durch einen hoch sensiblen Sensor. Trotzdem sagt Cortronik-Geschäftsführer Dr. Carsten Momma: "Uns ist es lieber, wenn ein Alarm einmal zu früh ausgelöst wurde, als zu spät."

Er erklärt, zu dem Alarm sei es gekommen, weil beim Umfüllen eines Restes Chloroform im Lösungsmittellager Dämpfe entstanden waren, die den Sensor erreichten. Verschüttet wurde dabei nichts. Das bestätigt auch die Feuerwehr. Dennoch sprang die Sicherheitsanlage an. "Es ist nichts passiert und niemand verletzt worden", sagt Momma. Cortronik wird sich daher mit einer weiteren Optimierung des Warnsystems befassen.

Die Firma mit mehr als 150 Mitarbeitern fertigt Stents. Das sind künstliche Gefäßstützen, die unter anderem als Implantate ins Herz eingesetzt werden. Bei der Beschichtung der Stents arbeitet Cortronik mit Chloroform.

Gestern Morgen um 7 Uhr konnten alle Mitarbeiter des Unternehmens bereits wieder ordnungsgemäß ihren Dienst aufnehmen. Nach dem Schrecken der Nacht und damit künftige Vorkommnisse ebenso glimpflich ausgehen, wurden alle Angestellten von Cortronik gestern noch von Enrico Buchholz noch einmal geschult.


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