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Auch Firmennachfolgen sind wegen Fachkräftemangel gefährdet : Fast 300 Lehrstellen sind unbesetzt

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Das Handwerk in Westmecklenburg bekommt den zunehmenden Fachkräftemangel immer stärker zu spüren. So sind Unternehmensnachfolgen durch den Mangel an qualifiziertem Nachwuchs gefährdet.

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2011 | 12:11 Uhr

Gadebusch | Das Handwerk in Westmecklenburg bekommt einen zunehmenden Fachkräftemangel immer stärker zu spüren. So sind Unternehmensnachfolgen durch den zunehmenden Mangel an qualifiziertem Nachwuchs gefährdet.Darauf wies gestern die Handwerkskammer zu Schwerin hin. Landesweit stünden mehrere tausend Übertragungen von kleinen und mittelständischen eignergeführten Unternehmen in den nächsten Jahren an.

Der Wandel am Ausbildungsmarkt hat auch dazu geführt, dass mehr Lehrstellen als geeignete Bewerber zur Verfügung stehen und das Handwerk freie Ausbildungsplätze nicht mehr vollständig besetzen kann. So sind allein im Kammerbezirk Schwerin aktuell noch mehr als 280 freie Lehrstellen unbesetzt. Am häufigsten angebotene Lehrstellen sind: Fachverkäuferin Backwaren (28), Elektroniker (26), Metallbauer (25), Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima (22) und Kfz-Mecha troniker (21).

Mit mehr als 20 000 mittelständischen Unternehmen insgesamt bilden die Handwerksbetriebe das Rückgrat der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die rund 95 000 Beschäftigten erwirtschaften jährlich einen Umsatz von etwa neun Milliarden Euro. Jeder neunte Beschäftigte in Handwerksfirmen ist ein Lehrling. Mit der Kampagne "Besser ein Meister" sollen insbesondere Jugendliche ermuntert werden, in einem Handwerksbetrieb MVs eine Ausbildung zu absolvieren und mit der Meisterqualifikation gute Perspektiven als Führungskraft oder selbstständige Unternehmer zu erlangen. "Hinzu kommt das neue Instrument der ,Meisterprämie, das jedem Handwerksmeister, der einen bestehenden Betrieb übernimmt, einen Zuschuss von 7500 Euro gewährt", so Dr. Petra Gansen von der Handwerkskammer.

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