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Ausstellungsstück für das Phantechnikum im Bürgerpark Wismar : Fahrzeugexponat schwebt ein

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Es mag zwar ungewöhnlich klingen, aber das erste Exponat für das Phantechnikum des Landes ist bereits unter Dach und Fach. Dabei liegt die Betonung eindeutig auf "Dach".

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erstellt am 28.Mär.2011 | 11:34 Uhr

Wismar | Es mag zwar ungewöhnlich klingen, aber das erste Exponat für das Phantechnikum des Landes ist bereits unter Dach und Fach. Dabei liegt die Betonung eindeutig auf "Dach". Denn durch dieses hindurch gelangte jetzt die metallic-silber glänzende Roh-Karosse eines Fahrzeuges. Zugegeben das künftige Anschauungsobjekt war bereits in Längsrichtung durchtrennt worden. Daher war nicht so eine große Dachöffnung von Nöten. Für den Mobilkranfahrer bedeutete diese schnelle Aktion dennoch Maßarbeit. Dass supersaubere Zerteilen der jüngsten Generation der Mercedes-Benz C- Klasse führten Fachleute der Rostocker Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH (IMG) aus. "Das Objekt wird zunächst geschützt in einem Bereich gelagert, wo es keine baulichen Aktivitäten gibt", erklärte TLM- Technikchef Norman Poschwatta vor Ort. Später erhält das Ausstellungsstück seinen Platz im Bereich der Gesamtthematik "Feuer".

Über einen anderen Weg durch das Gebäude wäre es ansonsten nicht möglich gewesen, das etwa 350 Kilo schwere Objekt in den vorgesehenen Bereich zu transportieren. Vor dem Zertrennen wog die Karosse übrigens noch das Doppelte. "Dank der Unterstützung durch die Bau-Union Wismar bot sich uns diese einmalige Chance", lobte TLM-Projektleiterin Dr. Kathrin Möller die schnelle Aktion. Begünstigend war, dass für die Leute vom Bau an diesem Tag ohnehin Aktivitäten mit Kranunterstützung auf dem Arbeitsplan standen. Schließlich ist der künftige technisch-historische Erlebnisbereich an der Lübschen Burg noch immer eine Großbaustelle.

Das Geschenk für das künftige Phantechnikum gelangte bereits im Januar des vorigen Jahres nach Wismar. Abgeholt wurde die nagelneue Karosse direkt von der vollautomatisierten Produktionslinie im Hamburger Mercedes-Benz-Werk. Dort war es auch der Produktionsleiter Udo Osterhold, der nach netten und fruchtbringenden Kontakten zum Verein Technisches Landesmuseum diese Schenkung vermittelt hatte.

"Dieses Exponat passt mit seiner Präsentationsform, wie es besser nicht geht, zur entwickelten Thematik", erklärte Dr. Möller die Besonderheit.

Zu finden sein wird der aufgetrennte Rahmen mit der deutlich erkennbaren Schweißnähten im Bereich: "Feuer verbindet - Geschichte und Gegenwart der Schweißtechnik." Entwickelt wurde dieser Komplex übrigens gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS). Noch ein Dank möchte das Leitungsteam des TLM loswerden. Ohne die unbürokratische Hilfe des IMG-Geschäftsführers Reinhard Kny hätte es diese sauber auseinander getrennte Demonstrationskarosse wohl nicht gegeben.

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