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Polizei bot gestern in Ludwigslust Fahrradpass an : Fälschungssicher verewigter Code

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Dem Fahrraddiebstahl vorbeugen, das war gestern einen Tag lang Zweck einer Aktion der Polizeiinspektion (PI) Ludwigslust. Dabei konnten Zweirad- Eigentümer ihre Besitzansprüche in den Rahmen eingravieren lassen.

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erstellt am 28.Jul.2011 | 09:03 Uhr

Ludwigslust | Dem Fahrraddiebstahl vorbeugen, das war gestern einen Tag lang Zweck einer Aktion der Polizeiinspektion (PI) Ludwigslust auf dem Gelände des Zebef-Vereins am Alexandrinenplatz. Dort konnten Eigentümer von solchen Zweirädern ihre Besitzansprüche in den Rahmen fälschungssicher eingravieren lassen - für die gesamte Lebensdauer des Rades, für jeden Polizisten in Deutschland wiedererkennbar und für solche Zeitgenossen, die die Absicht hegen, das Vehikel ungesetzlich in Beschlag zu nehmen, unübersehbar abschreckend.

Sein Fahrrad ein Stück sicherer zu machen, mit dieser Absicht kamen gestern mehr als 88 Menschen zu den sechs Beamten, die ohne Pause damit beschäftigt waren, von der Aufnahme der Personalien, über das Codieren der unverwechselbaren Kennung bis zur Übergabe des Fahrradpasses, alles verständlich zu bewältigen. Der Jüngste war gerade zehn Jahre jung, der älteste Fahrradpass-Inhaber war mit 87 Jahren immer noch mit seinem Rad unterwegs.

Codierung landet im Register "Städte- und Straßenschlüssel"

"Diese eindeutigen, an drei verschiedenen Orten, nämlich am Fahrradrahmen, im Fahrradpass beim Eigentümer und im für die Polizei jederzeit zugänglichen Zentralregister "Städte- und Straßenschlüssel" garantiert ein Höchstmaß an Sicherheit, das heutzutage möglich ist.

Das hilft nach dem Auffinden abhanden gekommener Räder wie bei der Fahndung nach einem Diebstahl. Schon häufiger hat uns solch eine Codierung im Dienst weitergeholfen", lobt Polizeihauptmeister Ralf-Theo Mundt den Fahrradpass. "Diebe lassen beim Erkennen solch einer Codierung meist von vornherein ihre Finger von Rädern", weiß der Präventionsbeauftragte.

Auch Elektro-Fahrräder können codiert werden

Eigens aus Grabow waren Sigrid Volz und Gudrun Peduzzi zur Codierung nach Ludwigslust geradelt. Sie staunten nicht schlecht, als Polizeioberkommissar Reinhard Schreiber ihnen den Uni-Code aufschlüsselte: Die ersten Buchstaben konnten die beiden Radlerinnen noch ihrem Heimatort zuordnen. Dass die folgenden Zahlen dann ihre exakten Wohnorte angeben und der Code mit ihren Initialen endete, das gab ihnen das Gefühl von mehr Sicherheit gegen Langfinger. Diese Codierung wird in den Fahrradpass und in das bundesweite Zentralregister eingetragen und ist stets abrufbereit.

Mit der Codierung im Fahrradrahmen und dem dazugehörigen Pass verließen auch Helga und Siegfried Denski aus der Ludwigsluster Jörn-Brinkmann-Straße sichtlich zufrieden den Aktionstag. Eine Codierung ihrer 1400 Euro teuren Elektroräder schien durch den Rahmenaufbau zuerst nicht möglich, doch die Polizisten besitzen auch viel praktisches Können und überlisteten das Gerät, dass die Codierung von einer Schablone aus über einen Gravurstift erlaubt.

"Diese Codierungen überprüfen wir auch bei routinemäßigen Kontrollen. Deshalb sollte der Fahrradpass immer mitgeführt werden. Sollte das Rad ab- oder umgemeldet werden, kann sich jeder Pass-Inhaber an seine Polizeistation wenden", so der Tipp von Polizeihauptkommissar Reinhard Klinka, um nach dem Codieren gleich wieder die richtige Sattelhöhe einzustellen.

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