Experten untersuchen Schilderwald

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25. August 2009, 08:03 Uhr

Bützow | Warnschilder wie Steinschlag, Rollsplitt und Flugbetrieb müssen bald an Deutschlands Straßen demontiert werden. Am 1. September verschwinden acht Verkehrszeichen aus der Straßenverkehrsordnung, drei neue kommen hinzu. Im Landkreis Güstrow startet der Schilderwechsel mit Verspätung.

"Anfang September fahren Mitarbeiter zu einer Einweisung nach Schwerin", sagt Burkhard Krause, Leiter des Tief- und Straßenbauamtes bei der Kreisverwaltung Güstrow. Auch bei den Verkehrsschauen im September werde dann die neue Verordnung eine Rolle spielen, erklärt der Amtsleiter.

Alle zwei Jahre gibt es diese Bestandsaufnahmen an den Straßen im Landkreis, sagt Klaus Rambow vom Ordnungsamt im Amt Bützow-Land. Mitarbeiter u.a. der Kreisverwaltung, der Straßenbauämter und der Amtsverwaltungen schauen sich vor Ort um. Dabei geht es beispielsweise um Fragen der Verkehrssicherheit und den Zustand von Verkehrszeichen.

Selower fordern 30 km/h-BegrenzungKlaus Rambow wird dann einen aktuellen Fall aus Selow mitnehmen. Im dortigen Heideweg beklagen sich Anwohner, dass ungezügelt gerast werde. Nun fordern sie eine 30-km/h-Begrenzung (SVZ berichtete). Letztlich entscheide darüber die Verkehrsunfallkommission.

Die tritt regelmäßig auf den Plan, wenn es Hinweise zu Verkehrsgefährdungen gibt oder Forderungen nach Veränderungen aufgemacht werden. "Jeder Einwohner kann sich an seinen Bürgermeister oder sein Ordnungsamt wenden", sagt Burkhard Krause.

Bei den Vor-Ort-Terminen könne z.B. der Bürgermeister die Belange seiner Einwohner vertreten.

Amtsleiter: Sicherheit subjektivDoch Krause bremst zu große Erwartungen. Die Erfahrung zeige, dass der Sicherheitsaspekt immer unter einem sehr "subjektiven Eindruck" steht. "Jeder möchte, verständlicherweise, dass bei ihm vor der Haustür nicht gerast wird, aber er andern orts schnell vorwärts kommt", erklärt der Amtsleiter. Alle Entscheidungen seien immer ein Abwägungsprozess. Schließlich gehe es darum, den Schilderwald zu lichten und einen flüssigen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Das liege im allgemeinen Interesse. Auch darauf sei die neue Verordnung gerichtet.

An den Straßen des Landkreises Güstrow stehen rund 3000 Verkehrszeichen, an denen des Straßenbauamtes Güstrow, das Bundes- und Landesstraßen betreut, 25 000.

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