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23-Jähriger in Rostock verhaftet : Ex-Freundin bedroht: SEK stürmt Wohnung

vom

Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Montag in Rostock die Wohnung eines Mannes gestürmt, der seine ehemalige Freundin und deren Familie mit dem Tode bedroht haben soll.

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2011 | 06:35 Uhr

Zwei Schreckschusspistolen, eine Gasdruckwaffe, ein Schlagstock, ein Elektroschocker und ein Buschmesser – Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei staunte nicht schlecht über den Fund, als es in der Nacht zu Montag die Wohnung eines 23-jährigen Mannes in Groß Klein stürmte.

Weil er seine Ex-Freundin mit dem Tode bedroht haben soll, nahmen die Beamten den Mann fest. Er wurde von den Einsatzkräften im Schlaf überrascht und „leistete keinen Widerstand“, sagt Yvonne Hanske, Sprecherin der Polizeiinspektion Rostock. Er sei vom SEK-Team derart erschrocken gewesen, dass er sich ohne weiteres festnehmen ließ.

Nach der Trennung mit der 18-Jährigen habe der Mann seine Ex-Freundin und deren Familie, die in einem Dorf bei Schwerin lebt, über einen längeren Zeitraum per SMS und am Telefon bedroht und unter Druck gesetzt. Zuletzt terrorisierte er Sonntagnacht seine Ex-Freundin am Telefon. Aus Angst wandte sich die junge Frau nun an die Polizei, weil sie außerdem vermutete, dass ihr ehemaliger Lebensgefährte Waffen besitzt. Die Einsatzkräfte waren überrascht, dass sie in der Wohnung gleich ein ganzes Arsenal vorfanden. Die Durchsuchung der Wohnung dauerte bis Montag Nachmittag. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Wegen mehrerer kleinerer Delikte ist der 23-jährige Groß Kleiner bereits vorbestraft. „Gegen ihn liegt ein sogenannter Ersatzhaftbefehl vor, weil er eine Geldstrafe für ein früheres Delikt noch nicht bezahlt hat“, so Hanske. Vorerst kam der junge Mann in eine Justizvollzugsanstalt. Sollte er die ausstehende Geldstrafe doch noch bezahlen und die Staatsanwaltschaft keinen neuen Haftbefehl erlassen, werde er wahrscheinlich auf freien Fuß gesetzt, so Polizeisprecherin Hanske.

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