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Ex-Dezernent Junghans scheitert als Kandidat in Falkensee

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svz.de von
erstellt am 18.Jan.2011 | 05:49 Uhr

Falkensee/Schwerin | Schwerins Ex-Dezernent Hermann Junghans (CDU) ist bei seinem Versuch gescheitert, wieder ein politisches Amt auszuüben. Nach SVZ-Informationen soll er unter den Bewerbern für das Amt eines Beigeordneten in Falkensee bei Berlin aber in die engere Auswahl der letzten drei Kandidaten gekommen sein.

Im Oktober vergangenen Jahres war Junghans Wahl beamtenzeit in Schwerin zu Ende gegangen. Ihm war es während seiner Dienstzeit nicht gelungen, den Eindruck loszuwerden, seinem Amt nicht gewachsen oder an manchen Aufgaben nicht interessiert zu sein - gerade bei öffentlichen Auftritten. Nicht selten mussten Mitarbeiter seiner Fachbereiche ihn sogar öffentlich korrigieren. Er war verantwortlich für das städtische Jugendamt, als die kleine Lea-Sophie verhungerte (SVZ berichtete).

In Lübeck war Junghans im Jahr 2000 im Rennen um ein Senatorenamt gescheitert, nachdem selbst CDU-Parteifreunde an seiner "Kompetenz und persönlichen Reife" zweifelten, wie sie auch unserer Zeitung berichtet hatten. 2002 war er in Potsdam bei der Wahl zum Finanzchef der Stadtverwaltung durchgefallen. Kurz darauf sprach sich in Schwerin eine Mehrheit aus CDU- und damaliger PDS-Fraktion für Junghans als Dezernent aus.

Jetzt hat sich der Rechtsanwalt um ein Amt in Falkensee bemüht. Nachdem im Oktober 2010 der dortige Beigeordnete Harald Höhlig im Alter von 53 Jahren gestorben war, suchte die 40 000-Einwohner-Stadt einen Nachfolger. Laut Bürgermeister Heiko Müller hatten sich 45 Bewerber für die Stelle gemeldet. "Wir hatten viele gute Kandidaten, darunter 28 Volljuristen", so Müller. "Schließlich haben wir mit zehn Bewerbern Gespräche geführt. Am Montag wurde dann unter drei Bewerbern der Kandidat ausgewählt. Wir schlagen der Stadtverordnetenversammlung vor, am 26. Januar Ines Jesse als Beigeordnete zu wählen."

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