Etappenziel bei Energiewende erreicht

Blumen für Initiatorin Dr. Adelheid Priebe von Agenda-Rat-Sprecher Arvid Schnauer, Ralf Knüpfer (Sear), Rosemarie Zarncke mapp
Blumen für Initiatorin Dr. Adelheid Priebe von Agenda-Rat-Sprecher Arvid Schnauer, Ralf Knüpfer (Sear), Rosemarie Zarncke mapp

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28. September 2010, 09:20 Uhr

Lichtenhagen | Jetzt ist sie in Betrieb: die erste Bürger solar-Anlage. Sie steht auf dem Dach der Mecklenburger Allee 11 bis 12. "Neben dem Effekt der Kohlendioxid-Einsparung wird hier der Wille und die Bereitschaft Rostocker Bürger dokumentiert, sich an der Energiewende der Stadt zu beteiligen und die herkömmlichen, teurer werdenden Energien durch regenerative zu ersetzen", sagt Arvid Schnauer, Sprecher des Agenda-Rates 21 und einer der 17 Investoren.

Gemeinsam mit Dr. Adelheid Priebe, der Geschäftsführerin der Bürger Solar Rostock Verwaltungs GmbH, Mitarbeitern der Klimaschutzleitstelle, der Energietechnik-Firma Sear, des Blitzschutzanlagenbauers Zarncke sowie anderen Investoren erlebte Schnauer den historischen Augenblick der Inbetriebnahme mit. Die Bürgersolar-Anlage auf dem Lichtenhäger Dach besteht aus 90 Modulen und erzeugt jährlich knapp 20 000 Kilowattstunden Strom. Damit können sieben Vier-Personenhaushalte versorgt werden. Abzüglich der Betriebskosten können pro Jahr etwa 5300 Euro an die 17 Gesellschafter ausgeschüttet werden. Die Amortisationszeit liegt bei 9,5 Jahren.

Anfangs sei es schwer gewesen, Rostocker Bürger für das Projekt zu gewinnen, sagt Schnauer. Das Wohnungsunternehmen Wiro hatte verschiedene Dächer zur Auswahl gestellt. "Wir würden es schön finden, wenn bei künftigen Anlagen auch Bewohner der Häuser beteiligt sind", sagt Priebe.

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