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Bereits 88 Anmeldungen : Es bleibt dabei: ecolea startet

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Mit einer fünften und einer siebenten Klasse will ecolea in Güstrow beginnen. Wenn sich genügend Schüler finden, wird auch eine sechste Klasse gegründet. Noch fehlt die Zulassung vom Bildungsministerium.

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2011 | 08:57 Uhr

Güstrow | Rund 120 Eltern kamen am Donnerstagabend zur Informationsveranstaltung zum privaten ecolea-Gymnasium Güstrow. Deshalb war erst einmal Stühle tragen angesagt. Das waren noch mehr Interessenten als bereits Anmeldungen vorliegen: 88. Außerdem gehen in die ecolea-Schulen in Rostock-Warnemünde und Schwerin rund 50 Schüler aus dem Landkreis Güstrow, von denen einige nach Güstrow wechseln könnten. Das heißt unter dem Strich: Ein ecolea-Gymnasium in Güstrow hat gute Voraussetzungen für einen Start im neuen Schuljahr 2011/12.

Noch keine Zulassung vom Bildungsministerium

Mit einer fünften und einer siebenten Klasse will ecolea in Güstrow beginnen. Wenn sich genügend Schüler finden (16 plus), wird auch eine sechste Klasse gegründet. Darüber informierte Silke Bull, Koordinatorin Schulentwicklung bei ecolea. Erst einmal sei geplant, so Inhaber Sven Thomas Olsen, die Schule bis zur zehnten Klasse zu führen. Für die weitere Entwicklung der Oberstufe wolle er nichts versprechen, weil jetzt noch nichts gesichert sei. Die Weiterentwicklung sei daher offen, aber vorstellbar. Auch sei in der eigenen Immobilie - jetzt noch Baltic College - bzw. auf dem Gelände genügend Platz vorhanden, um weitere bauliche Veränderungen zu realisieren, so Olsen.

Der ecolea-Inhaber erklärte, dass es noch keine Zulassung durch das Bildungsministerium gebe (wir berichteten). Man sei im Gespräch, so Olsen. Entscheidender Punkt sei, ob ecolea in Güstrow genehmigungspflichtig sei oder nur angezeigt werden müsse. Damit sei noch offen, ob ecolea in Güstrow eine Außenstelle von Rostock oder Schwerin oder ein eigener Schulstandort werde. Olsen erklärte weiter, dass aber fristgemäß ein Antrag auf Genehmigung gestellt worden sei. Er betonte, dass die Güstrower Schule einen Anspruch auf eine Genehmigung habe, weil "wir alle Voraussetzungen erfüllen". Das seien ein Schulprogramm, das dem einer staatlichen Schule ähnele, die freie Trägerschaft, mit der der gesetzliche Passus einer so genannten Ersatzschule erfüllt werde, und das Personal, das da sei, so Olsen weiter.

Schwerin prüft die Genehmigungsvoraussetzungen

Bei diesem Stand der Dinge geht Olsen davon aus, dass ecolea im neuen Schuljahr in Güstrow startet. Weiter betonte er, dass die Entscheidung des Bildungsministeriums für die Eltern keine Auswirkungen habe, sondern nur für ihn als Inhaber. Als Außenstelle finanziere man sich zu 85 Prozent aus Landesmitteln, durch den Schullastenausgleich und das Schulgeld, als eigener Standort habe man den Schullastenausgleich und das Schulgeld. Vom Land bekomme man erst nach drei Jahren Geld, so Olsen, so dass man die Finanzlücke aus Eigenmitteln füllen müsse. Olsen: "Das schaffen wir."

Das Ministerium bestätigte gestern den Stand, über den SVZ bereits berichtete. Demnach sei der Schulbetrieb in Güs trow zu genehmigen, weil "ursprüngliche Genehmigungsvoraussetzungen für ecolea, die sich auf die Standorte Schwerin und Rostock beziehen", nicht mehr gegeben seien. Daher prüfe man jetzt die Genehmigungsvoraussetzungen. Einen Schulbetrieb ohne Genehmigung werde es im Interesse der Fürsorgepflicht für die Kinder nicht geben, er würde untersagt, so Sprecherin Johanna Hermann.


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