zur Navigation springen
Lokales

23. November 2017 | 21:16 Uhr

Erstmals Stachelschweinnachwuchs

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2010 | 06:25 Uhr

Perleberg | Nicht schlecht staunte der Tierpfleger, als er am 29. September wie gewohnt Familie Stachelschwein seine morgendliche Aufwartung machte. Zwei Tiere mehr waren da im Gehege. "Mit Nachwuchs hatte hier eigentlich niemand gerechnet", gesteht Tierparkleiter Michael Niesler. Wen wunderts, denn Stachelschweinjunge gab es im Perleberger Tierpark noch nie. Zudem sieht man es den Tieren nicht an, wenn sie tragend sind. Und so ist die Tragezeit auch noch nicht exakt ermittelt, wie Fachleute eingestehen, so Niesler. "Man spricht von 93 bis 105 Tagen."

Um so größer die Freude über die beiden kleinen stachligen "Mädchen". Allerdings hat nur eins letztlich überlebt, aber "das gedeiht prächtig", bestätigt der Tierparkleiter. Derzeit halte man es noch separat, sofern es aber kräftig genug ist, wird es sich auch den Tierparkbesuchern zeigen.

Übrigens, der kleine Nager mit dem borstigen Haarkleid sucht nun auch einen Tierpaten. "Wir haben zwar schon eine Vielzahl von Tierpaten, aber eben auch noch ganz viele Vier- und Zweibeiner ohne", fügt Michael Niesler an.

Prächtig gemacht hat sich auch der Nachwuchs von Familie Luchs und Isegrim. Bei den Wölfen soll demnächst das Geschlecht der Jungtiere bestimmt werden. Gar stattlichen Zuwachs gab es Anfang September im Hirschgehege. Ein Rothirsch aus dem Wildpark Lüneburger Heide verlegte seinen Wohnsitz in den Perleberger Tierpark. "Unserer Rothirsch ist im vergangenen Jahr gestorben. Jetzt haben wir wieder ein wunderschönes Exemplar, drei Jahre alt, das dann auch für entsprechenden Nachwuchs sorgen wird", blickt Niesler optimistisch in die Zukunft. Und das nicht nur in punkto Tiere. Denn auch in baulicher Hinsicht hat sich viel im Tierparadies am Rande der Stadt getan. Die Vogelvoliere ist fertig, die ersten Tiere, Sittiche und Diamanttauben, werden bereits auf ihr neues Zuhause vorbereitet. "Wenn sie sich eingewöhnt haben, werden die Besucher sie bewundern können. Ich denke so um den Jahreswechsel", schätzt der Tierpark leiter.

So gut wie fertig ist auch der neue Sozialtrakt im Tierpark mit Quarantäne räumen und moderner Futterküche. Ersteres sei wichtig für Neuzugänge, um Krankheiten auszuschließen, bevor sie in die eigentlichen Gehege und Volieren kommen. Die Futterküche mit begehbarer Kühl- und Tiefkühlzelle, die so eine optimale Futterlagerung ermögliche, werde derzeit bezugsfertig hergerichtet. "Alle diese Arbeiten übernehmen wir in Eigenregie", erläutert Niesler. Dazu zählen auch Pflasterarbeiten sowie die Fassade. "Einer unser Mitarbeiter ist gelernter Maurer, zudem haben wir einen Mitarbeiter über eine vierwöchige Maßnahme bekommen, der handwerklich begabt ist. Das kommt uns natürlich zu pass."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen