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Verwirrung um Verbot von Verbrennung von Gartenabfällen : Erste Wahl: Container statt Feuer

vom

Für Verunsicherung haben Mitteilungen gesorgt, denen zufolge das Verbrennen von Gartenabfällen ab sofort in Orten mit mehr als 800 Einwohnern generell und außerdem dort verboten sei, wo entsprechende Container stehen.

svz.de von
erstellt am 17.Mär.2011 | 05:38 Uhr

lübz | Für Verunsicherung haben absolut formulierte Mitteilungen gesorgt, denen zufolge das Verbrennen von Gartenabfällen ab sofort in Orten mit mehr als 800 Einwohnern generell und außerdem dort verboten sei, wo Container stehen, in die sie abgeladen werden können. "Das ist vom Grundsatz her nicht falsch. Hinzufügen muss man allerdings, dass bei dieser Vorschrift die Zumutbarkeit/Machbarkeit eine große Rolle spielt", sagt Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes beim Amt Eldenburg Lübz und damit auch für Ordnungsfragen zuständig. "So kam zum Beispiel ein älterer, völlig verunsicherter Mann aus Lübz zu mir, der erklärte, dass sein Garten weit weg von allen Containern liege und er demzufolge mit dem Handwagen mehrere Tage bräuchte, um die angefallenen Abfälle zu beseitigen. Helfen könne ihm niemand. In diesem Fall wäre die Entsorgung über den Container eindeutig nicht zumutbar gewesen, weil der Mann zum Beispiel ein Fuhrunternehmen hätte beauftragen müssen." Wer unsicher sei, solle sich möglichst direkt ans Umweltamt des Landkreises als entscheidende Behörde wenden. Auch das Amt Eldenburg Lübz leite bei ihm eingehende Anfragen zu genannter Problematik nur nach dorthin weiter.

Es könne passieren, dass der Kreis die Zumutbarkeitsfrage überprüfe und illegales Verbrennen leicht zur Ordnungswidrigkeit werde, die eine Strafe in Höhe von bis zu 5000 Euro nach sich ziehe. Ebenfalls gesagt gehöre auch, dass derjenige, der zum Beispiel das Verhalten seines Nachbarn beklagt, im weiteren Verfahren offen als Zeuge auftreten müsse. Dies gelte nicht nur im Zusammenhang mit Feuer. Anonymen, öfter erhobenen Beschuldigungen werde generell nicht nachgegangen.

Grundlage dafür, im März und Oktober nicht kompostierbare, pflanzliche Reste in privaten Gärten verbrennen zu dürfen, ist eine überregional geltende Landesverordnung. Mit der im Dezember 2010 vom Kreistag beschlossenen und auch vom Amt bekannt gemachten Änderung der Abfallentsorgungssatzung ging der Aufbau des Containersammelsystems einher. "Der Beschluss setzt eindeutige Prioritäten. Vor allem steht die Kompostierung. Ist sie nicht möglich, sind - so vorhanden und zumutbar zu erreichen - Container zu nutzen, deren Standorte bekannt gegeben werden müssen", sagt Rosenfeldt. Grundsätzlich befürwortet er die Neuregelung: "Es war schlimm. An manchen Tagen konnte man zum Beispiel am Ortseingang aus Richtung Plau kommend kaum noch die Kreuzung sehen." Die Situation habe sich schon jetzt merklich verbessert und vielen sei mittlerweile bewusst, dass es besser ist, den Abfall schnell in einen Container zu laden anstatt mehrere Stunden an einem Feuer zu verbringen. "Weitaus nicht immer bestand das Problem darin, Gartenabfälle los zu werden. Manche haben auf diese Weise ganze Wohnungseinrichtungen verschwinden lassen, wonach Mitarbeiter von uns nur noch Drahtgestelle und andere nicht brennbare Dinge gefunden haben und was schon Feuerwehreinsätze zur Folge hatte", berichtet der Amtsleiter. "Dabei ist auch die Abfuhr von Sperrmüll in den Abfallgebühren enthalten und auch sonst gibt es so gut wie nichts, was ich nicht an öffentlichen Sammelstellen abgeben kann." Der städtische Bauhof etwa ist zusätzlich zu allen Terminen das ganze Jahr über an jedem Freitagnachmittag geöffnet, um zum Beispiel auch Elektro- und Elektronikschrott entgegen zu nehmen.

Hier werden sie Gartenabfall los

Verwirrung im Garten: Wer darf pflanzliche Abfälle verbrennen, wer nicht?
Mit Bezug auf die Landespflanzenabfallverordnung hat der Kreistag im Dezember 2010 beschlossen, „dass nur noch dann verbrannt werden darf, wenn die Nutzung der vom Landkreis bereitgestellten Container nicht möglich oder nicht zumutbar ist“ (wir berichteten).
Hier auf Wunsch vieler Leser als Service die Orte in der Region, an denen Container stehen:

Stellplätze im März

  • Dobbertin, Am Parkweg, neben dem Iglu-System
  • Goldberg, Gartenverein „Schwarzer Weg“, am Zaun
  • Goldberg, Gartenverein „Krückenbreite“ (rechts an der Hecke, Pforte)
  • Goldberg, Parkplatz am Friedhof (ca. 50 Meter dahinter in Richtung Gartenanlage)
  • Karow, Karl Liebknecht Straße 3, hinter der Kita
  • Lübz, Am Hafen, feste Annahmestelle, zu den Öffnungszeiten
  • Lübz, An der B191 beim Gartenverein „Frohe Zukunft“
  • Lübz, Gartenanlage am Ortsausgang in Richtung Plau am See
  • Lübz, Kreiener Straße (Iglu System)
  • Lübz, Neuer Teich, gegenüber Lernbehindertenschule/ Wald - ehemalige Bühne
  • Lübz, Schmiedestraße (Richtung Gischow, rechte Seite)
  • Lübz, Werderstraße (Ortsausgang, gegenüber Wäscherei Martens)
  • Im Amt Eldenburg Lübz außerdem noch in Marnitz und Siggelkow
  • Plau, Am Eldeufer, feste Annahmestelle
  • Plau, Kuppentiner Weg (Iglu-System)


Stellplätze von April bis September
  • Goldberg, Lübzer Straße 9, auf dem Hof des Amtes Goldberg-Mildenitz
  • Lübz, Schmiedestraße (vor dem Ortsausgangsschild in Richtung Gischow, Grünstreifen)
  • Lübz, Werderstraße (Ortsausgang, gegenüber der Wäscherei Martens)
  • Lübz, Am Hafen 6, Dauerannahmestelle zu den Öffnungszeiten
  • Plau am See, Kuppentiner Weg (Iglu-System)
  • Plau am See, Eldeufer, Dauerannahmestelle zu den Öffnungszeiten
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