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Lokales

20. September 2017 | 14:49 Uhr

Erste Bäume im Bützower Park fallen

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2010 | 09:56 Uhr

Bützow | Wogegen sich die Bützower lange gewehrt hatten, ist nun Realität: Im "Rosengarten", einem Park mit großen, alten Bäumen, sind gestern die ersten grünen Riesen gefallen. Insgesamt müssen zwischen 20 und 25 Bäume weichen, um Platz für den Bau der Ersatzbrücke am Aalfang zu machen (wir berichteten). Nötig wird die Ersatztrasse, um die alte, marode Brücke über die Warnow abreißen und erneuern zu können und dennoch den Verkehr weiter über die stark befahrene Bundesstraße führen zu können.

Gefällt werden die Bäume dort, wo die Behelfsbrücke entlang führen soll. Der Säge zum Opfer fallen vor allem alte Akazien, aber auch Buchen dicht an der alten Brücke. Die Bäume, die abgenommen werden sollen, sind mit einem roten Kreuz gekennzeichnet. Betroffen sind vorwiegend Bäume mit relativ geringem Stammdurchmesser. "Die dicken alten Eichen bleiben stehen", sagt Bodo Siebert, einer der drei Mitarbeiter der Firma Martens aus Barth, die im Auftrag des Landesstraßenbauamtes Güstrow die Bäume fällen. "Viele Bäume, die wir bisher abgenommen haben, sind schon krank. Man sieht das auch daran, dass die Kronen ziemlich kahl sind", so sein Kollege Marcel Kröhning. Und er zeigt auf eine Buche, die gerade fiel: Ihr Stamm ist im Inneren total hohl. "Die wär vielleicht bald auf die Straße gekippt", meint Kröhning.

Etwa ein Drittel der Bäume haben die Männer gestern bereits abgenommen. Die Stämme werden nach dem Entästen in Stücke zersägt und zur Brennholzgewinnung abtransportiert. Das abgenommene Astwerk wird vor Ort geschreddert und anschließend ebenfalls sofort weg geschafft. Bis zum Ende der Woche soll Baufreiheit geschaffen sein.

"In der nächsten Woche beginnen dann die Erdarbeiten für die Ersatzbrücke. Und ab 15. November wird mit dem Bau der Behelfsbrücke begonnen", sagt Alfred Kohlenberger, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow. Um den Eingriff in den Park so gering wie möglich zu halten, wird diese so dicht wie möglich an der alten Brücke entlang geführt. "Für die Bereitstellung der Fläche erhält die Stadt vom Land eine Entschädigung", sagt Bürgermeister Sebastian Constien. Fast vier Jahre lang wird der Verkehr dann wohl über die Ersatzbrücke rollen. Sind doch die Finanzen für den Neubau der großen Brücke vom Land erst für 2014 eingeplant. Nach dem Rückbau der Ersatzbrücke wird dann der Park auch im vorderen Teil wieder neu bepflanzt. Wie der Park dann gestaltet wird, entscheidet die Stadt, so ist es vorgesehen.

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