Erlebnisparcours im Ostseebad

Udo und Andrea Prägert aus Greifswald schlendern am Passagierkai an der „Braemar“ vorbei. „Wir kommen öfter nach Warnemünde, um uns die Schiffe an zugucken.  Es ist immer schön an zusehen, wenn mehrere Riesen da sind. Es sieht gigantisch aus. Innen muss es wie in einer kleinen Stadt zugehen.“Irene Burow
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Udo und Andrea Prägert aus Greifswald schlendern am Passagierkai an der „Braemar“ vorbei. „Wir kommen öfter nach Warnemünde, um uns die Schiffe an zugucken. Es ist immer schön an zusehen, wenn mehrere Riesen da sind. Es sieht gigantisch aus. Innen muss es wie in einer kleinen Stadt zugehen.“Irene Burow

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11. Juli 2010, 07:52 Uhr

Warnemünde | Sie ist 294 Meter lang und knapp 32 Meter breit, sie kann 2400 Passagiere auf elf Decks mit sich führen und sie ist das wohl auffälligste der vier Kreuzfahrtschiffe, die am vergangenen Wochenende Warnemünde besucht haben. Die Rede ist von der imposant verzierten "Disney Magic", die nicht nur die Herzen der kleinen Besucher im Ostseebad verzaubert hat. "Walt Disney ist unter den Kindern natürlich bekannt. Mein Sohn Justin ist ganz begeistert von der schönen Optik des Kreuzliners", sagt Ines Langer aus Rostock.Die 33-Jährige arbeitet in Warnemünde und kennt viele der pompösen Schiffe, die mehrmals im Jahr Warnemünde anlaufen.

"Die ,Disney Magic ist erst das zweite Mal in Warnemünde. Deshalb wollte ich sie mir mal genauer anschauen. Die Größe ist enorm und die äußere Erscheinung spricht für sich. Es reizt mich schon, einmal mit so einem Giganten über die Meere zu schippern", so Langer. Neben dem Schiff, das sich unter anderem durch eine Comic-Skulptur am Heck auszeichnet, waren am vergangenen Wochenende auch die "Cristal Symphony", die "Breamar" und die "Eurodam" in Rostock zu Gast. Mit ihnen kamen 8000 Besucher nach Warnemünde. Davon zählen sich 6000 zu den Passagieren und 2000 zu den Mitarbeitern an Bord. Sonnabend gegen 22 Uhr verließen drei der Kreuzliner den Hafen, gefolgt von der "Eurodam" um 23 Uhr.

"Das Auslaufen ist immer wieder schön anzusehen", beschreibt Nicole Müller aus Rostock den Moment, als die Kreuzliner sich auf den Weg gen Ozean machten. Begleitet von einem Höhenfeuerwerk und der Rostock Port Hymne verließen die Gäste Warnemünde. "Das erinnert mich immer an die Taufe der ,Aida. Dort kam von drei Seiten ein Feuerwerk. Wenn ich die Passagierschiffe auslaufen sehe, bekomme ich schon ein wenig Fernweh. Aber das ich überhaupt die Gelegenheit bekomme diesen Anblick zu genießen, bestätigt mich darin, für immer in Rostock wohnen bleiben zu wollen", erzählt Müller.

Sportsgeist: Fußballfieber und Drachenboot

Um den Ankömmlingen auf den Schiffen und den anderen Urlaubern einen netten Abend zu bescheren, wurde eine Port Party veranstaltet. Ab 19 Uhr konnten alle Interessenten an der gemütlichen Feier teilnehmen. Mit den Gesängen des Shanty Chors "Luv un Lee" wurde das Fest eingeläutet. Die Zeile "Warnemünde gibts nur einmal auf der Welt" sprach den Gästen aus der Seele. Die Port Party am Sonnabend war nur ein Höhepunkt des Tages. Eingebettet in die Warnemünder Woche wurde kräftig gefeiert.

Doch auch aus sportlicher Sicht hatte der Tag etwas zu bieten. Beim 15. Drachenbootrennen auf dem Alten Strom gingen die Teilnehmer bis an ihre Grenzen. "Wir kämpfen in der Gruppe C um die Plätze 25 bis 29", erzählt Anita Linthe vom Team der Universität Rostock. "Unsere Mannschaft existiert seit Oktober 2007. Wir trainieren zwei Mal in der Woche. Für uns ist die heutige Platzierung ein kleiner Erfolg", ergänzt die Studentin. Nach dem letzten Lauf des Rennens suchten besonders die engagierten Zuschauer einen geeigneten Ort, um das nächste Sportevent nicht zu verpassen: Das WM-Spiel zwischen Deutschland und Uruguay. Zahlreiche Fußballfans in voller "Schwarz-Rot-Gold"- Montur drückten die Daumen im Spiel um Platz drei. " Fußball gehört einfach für unsere Nation dazu. Es ist Pflicht, dass wir zu Jogis Jungs stehen und ihnen den Sieg gönnen", meint Rostockerin Alexandra Bürer. "Es ist zwar sehr schade, dass wir nicht ins Finale gekommen sind, aber die Tränen der Enttäuschung sind mittlerweile versiegt und nun heißt es anfeuern", fügt die 25-Jährige hinzu. Geguckt wurde das Spiel sowohl am Strand, entlang der Promenade, sowie in diversen Bars und Restaurants.

Strandparty: Tanzwütige kommen auf ihre Kosten

Nach dem Abpfiff der Partie hieß es "Deutschland holt Bronze". Vor lauter Freude über den Sieg wurde bei der Party am Strand und vor dem Leuchtturm ordentlich getanzt. Mit dabei war auch Barbara Schneider aus Berlin. "Ich war kurz vor Beginn der Warnemünder Woche im Ostseebad und habe mir ein Programmheft zu Veranstaltungen mit nach Hause genommen. Heute habe ich mich kurzer Hand entschlossen wieder her zu reisen. Ich habe unglaublich viel erlebt. Das Kultur- und Sportprogramm ist fantastisch, von den Kreuzlinern bin ich begeistert und die Strandparty ist ein großartiger Abschluss des Tages", so die 70-Jährige.

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